Der Rennclub Saarbrücken hat ein neues „Sportliches Ehrenmitglied“: Neben Jockey Maxim Pecheur dem Zweiten der aktuellen Jockey-Statistik, ist Sibylle Vogt eine weitere Botschafterin des Rennveranstalters auf der Bahn in Saarbrücken-Güdingen.
Wie Maxim Pecheur agiert auch Sibylle Vogt seit einigen Jahren national und international hocherfolgreich und ist eng mit dem Rennclub verbunden. 2017 sorgte Sibylle Vogt für besondere Schlagzeilen. Sie gehörte zu den wenigen Reiterinnen in der Geschichte, die einen Ritt im Deutschen Derby erhielten. 2020 landete die gebürtige Schweizerin ihren bislang größten Erfolg im Rennsattel. Sie wurde nach der Disqualifikation von Mike Smith nachträglich zur Siegerin der International Jockeys‘ Challenge in Riad/Saudi-Arabien erklärt.
„Zum Rennsport kam ich durch mein Pony. Man hat mich in meiner früheren Heimat Schweiz angesprochen, ob ich nicht in einem Ponyrennen mitmachen wollte. Ich habe das gemacht und wurde schnell zweimal Schweizer Meisterin“, erzählt Vogt. „Zuerst hatte ich aber keine Idee, was ich beruflich machen wollte. Allerdings habe ich mich fürs nichts anderes interessiert als das Reiten. Da kam mir der Gedanke, warum sollte ich nicht die dreijährige Ausbildung machen? 2010 habe ich meine Ausbildung bei Carmen Bocskai begonnen und auch bei ihr beendet. Mein Riesenglück war, dass ich bei den Bocskais, vor allem von Carmens Ehemann Georg als Klassejockey, sehr viel lernen konnte.“
Aktuell läuft es besser denn je. Noch am vergangenen Samstag gewann sie mit Wai Key Star für den Stall Salzburg und Trainerin Sarah Steinberg den Preis der Sparkassen-Finanzgruppe (Gr. III) in Baden-Baden. Es war nach dem Erfolg mit Winterfuchs im Dr. Busch-Memorial (Gr. III) 2019 in Krefeld ihr zweiter Gruppe-Treffer. „Mein Ziel ist es, eine der erfolgreichsten Rennreiterinnen Europas zu werden. Mir ist bewusst, dass ich da noch einen sehr weiten Weg vor mir habe. Dafür werde ich wahrscheinlich auch einige Zeit brauchen. Aber immerhin habe ich mir dieses Ziel einmal gesteckt.“












