Die Erfolgsquote der deutschen Rennställe in Italien ist in den letzten Wochen unübersehbar. Am letzten Wochenende überzeugten die hiesigen Galopper Parivash als Siegerin und Rock of Romance als Zweiter im St. Leger Italiano, sowie Path Wind als knapp Geschlagene Zweite im Premio Lydia Tesio und Red Lips als Dritte im gleichen Rennen.
Am Samstag greift erneut ein deutscher Starter nach Gruppe-Lorbeer im Stiefelland. Miroslav Rulec wird den für das Gestüt Burg Eberstein trainierten dreijährigen Majestic Power (Mario Esposito) im zur Gruppe III zählenden Premio Chiusura (61.600 Euro) über 1400 Meter an den Start bringen. Das Gestüt Burg Eberstein ist in Mailand längst kein Unbekannter mehr. 2011 gelang der Weltklasse-Stute Danedream der klassische Sieg in den Oaks d’Italia.
Natürlich wird von dem von Dr. Jennifer Eubel gezogenen Silvano-Sohn nun ein Sprung verlangt, doch dass dies in italienischen Gruppe-Rennen möglich ist, zeigt nicht zuletzt der Sieg von Parivash, die aus dem Ausglich III kommend nun zur Gruppe-Siegerin aufstieg. Majestic Power (Foto), der in dieser Saison bisher acht Rennen bestritt, trat zuletzt – noch unter Regie von Peter Schiergen – in einem Tierce-Handicap in Longchamp an. Über 1400 Meter reichte es nur zu Rang 15. Die zuvor gezeigte Form in Deauville war besser, doch wird er sich am Samstag noch einmal steigern müssen, um sich gegen die am Dienstag noch zwölf verbliebenen Gegner im Rennen durchzusetzen.
Aus dem restlichen Feld sticht besonders der von Francis-Henri Graffard vorbereitete Pearl Flute (Pierantonio Convertino) hervor. Der Piccolo-Sohn ist in der Gruppe-Klasse etabliert und hatte sich in seiner Heimat auch sicherlich schon mit besseren Gegnern auseinanderzusetzen. Zuletzt kam der Dreijährige aus dem Besitz von Qatar Racing im zur Gruppe I zählenden Prix Jean Prat als Fünfter zu Havana Gold an den Zielpfosten.
Von den italienischen Pferden sollte die vom Trainingsbetrieb Grizzetti Galoppo vorbereitete Killachy Loose (Dario Vargiu) nicht ohne Möglichkeiten sein. Die Kyllachy-Tochter kennt allerdings das Gefühl, hinter einem deutschen Pferd ins Ziel zu kommen. Im Premio del Piazzale (Gr.III) musste sich die Stute als Dritte Ralf Rohnes Nabucco geschlagen geben.










