R?ckkehr nach D?sseldorf: Schafft es die Engl?nderin?

Rennbahnsprecher Manfred Chapman hatte sich – wie soviele Besucher bereits festgelegt: „Kinky Afro schafft es vor Ronja“. Doch dann kam es anders. Nach Auswertung der Zielfotografie hatte die aus England entsandte Modigliani-Tochter mit einer Nasenspitze Ronja den Vortritt lassen müssen.

„Wir werden vielleicht zu den Guineas wieder kommen“, äusserte Kinky Afros (Foto) Betreuer Stan Moore unmittelbar nach der knappen Niederlage im Henkel Stutenpreis. Und so sollte es auch kommen. Über die Nachnenngebühr von 12,500 Euro rückte Kinky Afro in das Feld der German 1000 Guineas.

Damit hat der erste Klassiker des Jahres noch eine internationale Note bekommen. Was dem Rennen natürlich nur guttun kann. Aber einen schweren Stand hatten die Gäste allemal. Der erste Treffer datiert von 1991, als Sheikh Mohammeds Kazoo, die aus der Kallista stammte, unter Walter Swinburn gegen die spätere Prix de l‘ Opera-Siegerin Martessa zum Zuge kam.

Im Millenniumsjahr war es dann Crimplene, die Clive Brittain erfolgreich im ersten Düsseldorfer Klassiker siegte und schließlich war der bislang dritte Gästerfolg in der Geschichte der German 1000 Guineas im Vorjahr fällig, als die von Richard Hannon trainierte Penny’s Gift unter Richard Hughes vom Start bis ins Ziel die Oberhand behielt.

Ob Kinky Afro, die wieder Liam Keniry im Sattel hat, einen Qualitäzsvergleich dieser bisherigen Siegerinnen aus dem Ausland standhalten kann, erscheint bei allem Respekt vor ihrer Leistung aus dem Henkel Stutentrial doch eher fraglich.

In Handicaps auf den Sandbahn von Wolverhamptonn und Lingfield war die Modigliani-Tochter im Winter zum Zuge gekommen, nicht verkehrt war auch ihr vierter Rang in Kempton in einem Conditions B-Rennen. Dennoch, man war schon überrascht, wie weit Kinky Afro in Düsseldorf nach vorne lief.

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