In Iffezheim geht es am Sonntag Schlag auf Schlag, ein Highlight jagd sozusagen das Nächste. Im zweiten Tageshöhepunkt, dem mit 55.000 Euro dotierten Ittlingen Derby Trial – Frühjahr-Preis (2000 Meter), setzte sich wie erwartet der von Andreas Wöhler für Jaber Abdullah trainierte aktuelle Derby-Favorit Royal Youmzain (16:10) durch (zum Video).
Und das in einer Manier, die allen Anderen im Hinblick auf das Blaue Band das Fürchten gelehrt haben dürfte. Nur mit den Händen geritten packte der Youmzain-Sohn unter Stalljockey Eduardo Pedroza an der Außenseite riesig an, fing den zuvor ebenfalls von weit hinten in Front gezogenen Theo (Waldemar Hickst) noch ganz locker ab. Rang drei ging aus dem Vordertreffen an Jean-Pierre Carvalhos Guiri, der zwar insgesamt ein gutes Rennen lief, mit dem Sieg aber wie der Hickst-Schützling nie etwas zu tun hatte.
Nach 2016 (Wai Key Star) und Langtang (2017) ging die Gruppe III-Prüfung nun zum dritten Mal in Folge an das Ravenberger Quartier von Andreas Wöhler. Da der diesjährige Sieger bereits vor dem Rennen als Favorit für Horn galt, hat sich diesbezüglich nach dieser Macht-Demonstration lediglich sein Kurs für das Jahreshighlight im deutschen Turf-Kalender verändert haben, er ist nunmehr lediglich noch für knapp über 20:10 zu haben.
Mit geteilten Gefühlen reflektierte Siegcoach Wöhler das Rennen im Absattelring: „Royal Youmzain ist ein sehr gutes Pferd. Er geht jetzt direkt nach Hamburg, die Union-Nennung war nur ein Back-Up. In derartigen Rennen hofft man immer darauf, dass alles glatt geht. Bei Royal Youmzain war das der Fall, bei Chimney Rock leider nicht. Nach der Störung war für ihn das Rennen gelaufen, für Hamburg wird es jetzt natürlich schwer.“
Die Störung, die Andreas Wöhler ansprach – die Stewarts überprüften den Rennverlauf – passierte kurz nach Erreichen der Zielgeraden. Refuseeveryoffer, Chimney Rock und Zargun gerieten derart eng aneinander, dass zumindest für die beiden Erstgenannten das Rennen gelaufen war.












