Rosenbaum und Hellyn jeweils mit zwei Leipzig-Siegen

Nur vier Pferden war es am Samstag vorbehalten den Renntag im Leipziger Scheibenholz zu eröffnen. In einem Altersgewichtsrennen über 2000 Meter hatte man quasi keine andere Wahl, als eine Siegwette auf den von Hans-Jürgen Gröschel trainierten Godot anzulegen. Das Resultat drückte sich dann am Leipziger Toto mehr als deutlich aus.

10:10 gab es auf den Lando-Sohn, der mit Viktor Schulepov startete. Und es kam, wie es zu erwarten war. Der ‚Geldwechsler‘ setzte sich direkt an die Spitze des Quartetts und blieb, bis auf eine kurze Ausnahme, immer an vorderster Stelle. Einmal drängte sich Lord Areion (Petra Draper-Simmendinger) mit Cecilia Müller vor den heißen Favoriten, doch war dieser Positionswechsel nicht von langer Dauer. Auf der kurzen Leipziger Zielgeraden machte Godot dann den Sack zu und entfernte sich ganz einfach vom Trio.

Im Ziel hatte er elf Längen Vorteil vor der stark kämpfenden Irbandia (Dawid Mioduszewski/Jose Luis Silverio). Drittes Pferd wurde der tschechische Alsig (Jaroslav Vana/Tomas Bitala). Lord Areion wurde schließlich Letzter.

Das Dreijährigenrennen über die Meile ging an Fujiama Danon aus dem Rennstall von Rudolf Storp. Unter Annika Rosenbaum (Foto) siegte der Mountain High-Sohn souverän Start-Ziel. Die favorisierte Gonscharga (Harald Franke) kam auf dem zweiten Rang ins Ziel. Zwar versuchte Eduardo Pedroza in der Zielgeraden noch zum Führenden aufzuschließen, doch kam er mit seinem Partner auf dem Weg nach vorne nicht weiter. Für den zweiten Platz geriet er aber nicht in Gefahr, gleichwohl Auenhexe (Stefan Richter/Wladimir Panov) noch gut in die Partie kam. ‚Er hat sich gesteigert gezeigt‘, so Storp. ‚Eigentlich muss er nicht von vorne gehen, aber er ist so super abgesprungen, dass Annika ihn hat einfach gehen lassen.‘

Im ersten Ausgleich III des Tages über die Meile setzte sich der von Hans-Heinrich Jörgensen trainierte Chairman durch. 250 Meter vor dem Ziel wurde der Ransom O’War-Sohn von Annika Rosenbaum eingesetzt und löste sich schnell vom Feld. Auf dem zweiten Rang landete Readyspice (Harald Franke/Eugen Frank), der aus sechster Position noch stark auf diesem Rang einlief. Mit 71:10 war Chairman der längste Außenseiter in diesem offenen Rennen. Für Annika Rosenbaum war es der zweite Tagestreffer.

Der zweite Ausgleich III führte die Pferde über die Distanz von 1850 Meter. Maxim Pecheur versuchte das Rennen mit dem von Hans-Jürgen Gröschel trainierten Caesarion von der Spitze aus zu gewinnen, doch musste er sich im Finish gegen Prince Diamond aus dem Rennstall von Claudia Barsig geschlagen geben, der unter Stephen Hellyn die größeren Kraftreserven besaß. Pecheur verpasste damit den Sprung auf den ersten Rang der Jockey-Statistik, nachdem er zuvor mit Fleur Du Pre seinen 39 Saisonsieg eingefahren hatte und mit Adrie de Vries gleichzog. Für Prince Diamond war es der dritte Sieg in Serie. ‚Er hat heute gezeigt, dass er nun auch besser kämpfen kann. Wir gehen jetzt mit ihm ins Bad Harzburger Super-Handicap‘, sagte Claudia Barsig nach dem Rennen.

Hellyn legte im darauffolgenden Ausgleich IV mit seinem zweiten Sieg nach. Auf dem von Frank Lippitsch trainierten Northbay (79:10) siegte er vor Percival Dalton.

Bei bestem Rennwetter kamen zahlreiche Besucher auf die Bahn. Zwar war die Bahn nicht so gut besucht, wie am 1. Mai, doch zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden mit dem Tag. Der Umsatz belief sich auf rund 80.000 Euro.

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