Im Premio Presidente della Repubblica, einer mit 297.000 Euro dotierten Gruppe I-Prüfung über 2000 Meter am Sonntag in Rom, geben sich gleich drei Kandidaten die Ehre, die zum Besten zählen, was unser Turf aktuell zu bieten hat. Sie alle wollen in den Kampf um die riesigen Preisgelder in der italienischen Hauptstadt Rom eingreifen.
Der „Galopper des Jahres 2009“, die von Wolfgang Figge in München für den Stall Salzburg vorbereitete Stute Night Magic (Foto), absolviert unter Stalljockey Karoly Kerekes ihr mit viel Spannung erwartetes Saisondebüt. Die Diana-Siegerin des vergangenen Jahres, die das Rennjahr mit einem Ehrenplatz im Premio Lydia Tesio beendete, soll sich im Training von bester Seite gezeigt haben.
„Sie ist bestens drauf, hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, berichtet ihr Trainer. „2009 war sie häufiger etwas stressig, hat unterwegs oft gepullt. Vielleicht ist sie nun erfahrener geworden. Am Dienstag hat die Stute auf der Rennbahn mit zwei anderen Pferden ihre Schlussarbeit hingelegt. Sie ließ sich sehr locker halten, ist zuletzt aber richtig losmarschiert. Natürlich sind die Gegner stark, wenn ich an Campanologist oder Voila Ici denke, aber auch das letzte Laufen von Querari kann ja sicherlich nicht stimmen. Am Freitag beginnt für Night Magic die Reise nach Rom.“
Der von Figge angesprochene Querari, ein vierjähriger Oasis-Dream-Sohn aus dem Stall von Andreas Wöhler, wird unter Eduardo Pedroza die Gruppe I-Partie aufnehmen. 2009 konnte sich der Hengst enorm steigern, landete einen Gruppe-Treffer in Frankfurt und sollte längst noch nicht alles gezeigt haben. Sein Saisondebüt an gleicher Stätte war noch wenig berauschend, doch hatte er damals auch ein alles andere als günstiges Rennen.
Querari soll in die Fußstapfen von Deutschlands Rekordgalopper Paolini treten, der den Premio Presidente im Jahr 2001 in den Wöhler-Stall holte. „Eddie sagte nach der Arbeit, diese wäre nicht gut, sondern sehr gut gewesen“, heißt es auf der Homepage des Coaches.
Dritter Deutscher im Bunde und ein ständiger Italien-Gast ist Giovanni Martones Estejo, den Ralf Rohne in Düsseldorf trainiert. Unter Mirco Demuro wurde der Johan Cruyff-Sohn, der auf diesem Kurs bereits Gruppe I-Sieger ist, zuletzt sehr guter Zweiter im Premio Ambrosiano (Gruppe III) in Mailand.
Die stärksten Gegner unseres Trios dürften Godolphins Campanologist, Sieger im Dubai City of Gold, anschließend im Dubai Sheema Classic ohne Chance, und Voila Ici sein. Der Caruso-Schützling holte sich 2009 unter anderem dem Premio Roma (Gruppe I) auf dieser Bahn.










