Langer Atem war am späten Mittwochabend in Hamburg gefragt. Und zwar bei Ross und Reiter. In der sechsten Tagesprüfung stand der zur Listenklasse zählende und mit 25.000 Euro dotierte Lange Hamburger, das mit 3200 Meter längste Flachrennen der Derby-Woche, auf dem Programm.
Ohne den Nichtstarter Novano machte sich ein sechsköpfiges Feld auf die weite Reise in diesem absoluten Traditionstitel. Zunächst übernahm der Favorit der Prüfung, Sir Mark Prescotts Amour de Nuit unter Dennis Schiergen, dass Kommando, doch eingangs des Schlussbogens musste Schiergen bereits die Arbeit auf dem Azamour-Sohn aufnehmen. Dagegen ging der von Andreas Wöhler trainierte Rock of Romance (42:10) noch prächtig. Unterwegs hatte Eduardo Pedroza auf dem für Dr. Hans-Georg Stihl trainierte Rock of Gibraltar-Sohn innen jeden Meter gespart und diese Taktik zahlte sich aus. Leicht löste sich der sechsjährige Hengst im Einlauf auf einige Längen und marschierte einem nie gefährdeten Sieg entgegen (Zum Video).
In der Bahnmitte schien sich der Kampf um die Plätze zwei und drei zwischen der im vergangenen Jahr in Hamburg noch über die Meile erfolgreichen Damour (Markus Klug/Martin Seidl) und dem tapfer kämpfenden Favoriten zu entscheiden. Doch außen an den Rails machte nun auch Anna Schleusner-Fruhrieps Summershine untere Bayarsaikhan Ganbat Meter um Meter gut und schnappte sich noch das zweite Geld hinter dem souveränen Wöhler-Galopper, der auf dem schweren Boden in seinem Element schien. Damour wurde am Ende Dritte, Amour de Nuit belegte Rang vier, es folgten Iraklion (Christian Sprengel/Filip Minarik) und Empoli (Peter Schiergen/Adrie de Vries). „Es war schon überraschend, wie er mit den Gegebenheiten zurechtkam, der Boden hier ist ja nicht einfach nur weich“, so Andreas Wöhler in Anspielung auf das durch den Regen schwer bis tief gewordenen Geläufs.












