Es war das erwartet große Spektakel. Der Longines Große Preis von Baden (250.000 Euro), das „Rennen der Rennen“ der Gruppe I. Doch es war nicht der bis dato ungeschlagene Derby-Sieger Sea The Moon, der am Ende triumphierte, sondern der Derby-Favorit des letzten Jahres: Ivanhowe (Video%20ansehen)“>Zum Video).
Sea The Moon, der als 15:10-Favorit auf die 2400 Meter ging, suchte unter Cristian Demuro gleich den Weg an die Spitze, wie er es auch schon im Derby tat. Filip Minarik hielt den späteren Sieger geschickt im Feld versteckt, um dann an der Außenseite zu attackieren. Schnell war er mit dem vierjährigen Soldier Hollow-Sohn an der Seite des großen Favoriten, der sich bei seinem ersten Start nach dem Derby schwer tat, aber keinesfalls klein bei gab. Es war ein packendes Finish-Duell, welches sich die beiden Klasse-Pferde auf den letzten Metern boten. Das bessere Ende hatte dann aber der von Jean-Pierre Carvalho trainierte Schlenderhaner für sich.
Dahinter kündigt sich der Außenseiter Night Wish, der eine ganz starke Leistung bot, früh für den dritten Platz an. Mit seiner berühmten Schwester Night Magic konnte er aber nicht gleichziehen: Die Klasse-Stute hatte den Grand Prix im Jahr 2010 gewonnen. Vorne aber jubelte Filip Minarik. Es war ein super Ritt des zweimaligen deutschen Jockey-Champions, der Ivanhowe (116:10), der in diesem Jahr bereits den Gerling-Preis gewinnen konnte, zu seinem ersten Gruppe I-Treffer führte. Aber auch Sea The Moon zeigte eine starke Leistung, bestätigte aber auch die Einschätzung seines Trainer Markus Klug, der unter der Woche sagte, dass der Görlsdorfer noch nicht bei 100 Prozent ist. Vierter wurde der Ebbesloher Giant’s Cauldron, dahinter folgte Sirius. Für den zweiten Favoriten der Prüfung Lucky Lion war an diesem Tag nichts zu holen. Er wurde Siebter.
„Ich hatte schon im Vorfeld viel Mumm, auch wenn dieser Mumm durch die Anwesenheit eines Sea The Moon ein wenig gedrückt wurde. Ivanhowe ist ein absolutes Ausnahme-Pferd. Als ich ihn das erste Mal in der Arbeit geritten bin, habe ich gesagt, er ist eines der besten Pferde, die ich jemals geritten habe. Heute hat er mir 600 Meter vor dem Ziel das Gefühl gegeben ich könnte fliegen“, so ein überglücklicher Filip Minarik nach der Siegerehrung. „Wie es mit ihm weiter geht muss das Pferd entscheiden“, sagte Jean-Pierre Carvalho nach dem Rennen. „Aber man könnte über den Arc nachdenken.“












