Am 18. Juni soll der letzte Renntag in der altehrwürdigen Bremer Vahr sein. Darauf hatte sich die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) mit dem Bremer Rennverein unlängst (wir berichteten) verständigt. Ein wäre letztes Mal, dass auf der Galopprennbahn in der Vahr die Pferde laufen, bevor irgendwann die Bagger kommen, um das Gelände für Wohnbebauung herzurichten. Doch nun ist etwas dazwischengekommen.
Wie der „Weser-Kurier“ in seiner heutigen Ausgabe berichtet sein eine Revolte im Bremer Rennverein angezettelt worden. Von einem Mann, der in Bremen mal viel zu sagen hatte: Frank Haller, ehemaliger Staatsrat beim Wirtschaftssenator und seit jeher ein Freund des Pferdesports. Er habe dafür gesorgt, dass eine außerordentliche Mitgliederversammlung anberaumt wurde. Das Ziel: die Rennbahn weiter betreiben, möglicherweise auch über den Termin am Jahresende hinaus, zu dem die Stadt dem Verein gekündigt hat.
Das Angebot der WFB, dem Rennverein finanziell entgegenzukommen, bezeichnet der Ex-Staatsrat Frank Haller als „Beerdigungszuschuss“. Dass der Vereinsvorstand darauf eingegangen ist, will er nicht hinnehmen. Deshalb die außerordentliche Mitgliederversammlung. „Wir müssen über Alternativen diskutieren“, wird Haller zitiert. Und wenn es dieser Verein nicht tue, dann eben ein anderer, gegründet von ihm und seinen Mitstreitern.
Aus Sicht von Frank Haller ist schon wegen der Golfer vollkommen offen, ob die Galopprennbahn jemals bebaut wird: „Wenn der Club bei seiner Entscheidung bleibt, ist das Projekt gestorben“, sagt er im Gespräch mit swm „Weser-Kurier“. Er wolle deshalb alles daran setzen, dass der Betrieb auf der Rennbahn weitergeht. „Das ist eine tolle Bahn, da sind viele Millionen investiert worden. Das kann man nicht sang- und klanglos aufgeben.“
So könnte es mit dem geplanten Wohnungsbau auf dem Rennbahn-Gelände in der Bremer Vahr noch lange dauern. Es gibt viele Widerstände, auch auf Seiten der Bevölkerung. Die Rennbahn jahrelang brach liegen zu lassen, wenn es nun doch zu einem neuen einen Betreiber kommen würde, dürfte auch bei den Stadtvätern in Bremen niemand wollen.











