Rennerfahrung zahlt sich aus. Und von Championtrainer Christian von der Recke ist bekannt, wie gut er seine Zweijährigen vorstellen kann. Da verwunderte doch, wie lang am Toto der von ihm vorbereitete Mujahid-Sohn Sabantuy im Sparkasse KölnBonn – BBAG-Auktionsrennen (50.000 Euro, 1300 m) mit 122:10 stand.
Doch gemeinsam mit seinem Trainingsgefährten Spirit of Duke, die beide schon zuletzt einen guten Eindruck hinterlassen hatte, machte er unter Torsten Mundry die Entscheidung im wichtigsten Rennen des Sonntags-Rahmenprogramms in Köln unter sich aus (Video ansehen).
Nachdem Spirit of Duke lange die Fahrt diktiert hatte, verfügte Sabantuy über die größeren Reserven und kam locker hin. Dritter wurde Savono vor Summer Shift, während der Favorit Pepperdream noch keine große Rolle spielen konnte (Uwe Ostmann: ‚Er kam von der schlechten Startnummer nie ins Rennen‘).
‚Ich hatte schon beim Aufgalopp ein tolles Gefühl. Er ist ein Kraftpaket und hatte ein optimales Rennen‘, signalisierte Siegjockey Torsten Mundry. Claudia von der Recke, die ihren Ehemann, der in Frankfurt weilte, vertrat, meinte: ‚Wir haben den Hengst für Herrn Shhaykhutdinov in Baden-Baden gekauft und sind nun happy.‘ Sabantuy ist ein Halbbruder von Sagitario, von dem gleich noch die Rede sein wird.
Hochtalentierte Zweijährige dürfte man in der Auftakt-Prüfung gesehen haben. Und bis zur Linie schenkten sich Dubai und Querari keinen Meter, wobei die im Besitz von Margot Herbert stehende Dubai (22:10) unter Andrasch Starke Start-Ziel mit einer Nase gegen den heranstürmenden Querari, der lange keinen Platz gefunden hatte, behauptete.
‚Es lief alles so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Mal schauen, was wir jetzt machen‘, erklärte Dubais Trainer Peter Schiergen über die Galileo-Stute und Schwester des Gruppepferdes Davidoff. Querari unterlag in allen Ehren. “Wer weiß, wozu es gut war‘, nahm es Andreas Wöhler mit Fassung. Nenzo hielt knapp Rang drei gegen Fernandio (Video ansehen).
Schnelle Entschädigung gab es für das Team Pedroza/Wöhler in einem Maidenrennen für Dreijährige, das sich die Ittlingerin La Fee (42:10) sicher gegen La Tournesol und Majura sicherte.
Ein tragischer Zwischenfall überschattete den 2200 Meter-Ausgleich III, den die Zoppenbroicherin Königstochter (Adrie de Vries, 34:10) gewann. Nach einem Sturz von Sagitario fiel Boludo über diesen. Für beide Pferde gab es leider keine Rettung mehr. Während für Henk Grewe alles glimpflich abging, wurde Fabian Weißmeier ins Krankenhaus gefahren.
Dort diagnostierte man einen Bruch der Hüfte. Eine bittere Verletzung für den so stark in Form befindlichen jungen Reiter. Jerome Lermyte erlitt vor dem achten Rennen eine Ellbogenverletzung, als er unter die Stute All Queen geriet.
Toll in Schwung ist weiter Jockey Adrie de Vries, der nach Königstochter die Wettchance des Tages mit Jan Pubbens 148:10-Chance Watermill Zidaan vor Notentiger, Spirit of Stars und Armada gewann. Die Viererwette brachte 17.959:10.











