Beim jüngsten Jahrgang gab es am Hamburg-Samstag ein echtes Wimpernschlagfinish, in dem sich Million Kiss (Caroline Fuchs, im Bild re.) für den nun wieder in deutlich ansteigender Form agierenden Champion-Stall von Christian von der Recke gegen Botany Bay (Henk Grewe) und Dynamite Cat (Karoly Kerekes) behaupten konnte. Die Abstände im Ziel lauteten „Nase-Kopf“.
Die bis auf 16:10 heruntergewettete Glamorous (Red Ransom – Gambada) aus dem großen Asterblüte-Quartier von Peter Schiergen wusste sich beim Debüt noch nicht recht in Szene zu setzen, könnte diesen Start noch gebraucht haben.
Mit dem letzten Galoppsprung schnappte die Clodovil-Tochter Million Kiss Botany Bay, die dem ersten Jahrgang von Königstiger entstammt, den Sieg weg. Million Kiss, die im Gegensatz zu Botany Bay und der ebenfalls stark laufenden One Cool Cat-Tochter Dynamite Cat einen Start im Bauch hatte, kam in den Farben ihres Trainers nach einem Erfolg in Düsseldorf zum zweiten Karrieretreffer.
Den mit 25.000 Euro dotierten Doha-Cup für arabische Vollblüter konnte der von Huub Otermans für eigene Interessen vorbereitete Poulain Kossack unter Andreas Helfenbein gewinnen, als er sich an der Innenseite wieder nach vorne kämpfte und am Pfosten einen kurzen Kopf Vorteil auf den 17:10-Favoriten Al Anqa (David Boulard) herausgearbeitet hatte.
Dritte wurde der erstmals mit Scheuklappen antretende Casman. „Das war keineswegs eine Überraschung für uns, das Pferd hat gut gearbeitet und sich entsprechend angeboten“, sagte Poulain Kossacks’ niederländischer Coach nach dem Treffer seines Dreijährigen.
Nach etwa einjähriger Abstinenz von der Rennbahn setzte sich Little Fighter – der Vorjahreszweite aus dem Oppenheim-Union-Rennen – beim Comeback mit Andrasch Starke im Sattel relativ sicher als 15:10-Favorit gegen die ebenfalls am Totalisator stark berücksichtigten Anton Chekhov (Andreas Suborics) und Manaba (Jerome Lermyte) durch und gab den Favoritenwettern in diesem Altersgewichtsrennen allen Grund zum Jubel.
Anton Chekhov diktierte unterwegs die Pace, während Little Fighter aus dem Mittelfeld heranrückend mit Erreichen des Einlaufs zum Angriff schritt und bald knapp die Spitze übernahm. Außen drohte etwa 150 Meter vor der Linie noch einmal Gefahr von dem nachsetzenden Manaba, aber im Ziel hatte Andrasch Starke dann eine sichere halbe Länge Vorteil auf Anton Chekov.
Manabaa drang mit seinem Angriff nicht ganz durch, folgte einen weiteren Hals zurück. Überraschend dichtauf als viertes Pferd endete Dorosia unter Katharina Daniela Werning.
Im Rennen der dreijährigen Stuten konnte der Hoppegartener Trainer Roland Dzubasz einen weiteren Treffer landen. Alexander Pietsch steuerte Peace Flower(Totkurs 83:10) – die zweijährig schon einiges geboten hatte – zu einem leichten Erfolg über Audrey und Clarissa Directa.
Gestüt Röttgens Derek (Andrasch Starke) kam zu seinem ersten Treffer im 1200-Meter-Rennen für die Dreijährigen. Andrasch Starke markierte auf Derek seinen siebten Meetingserfolg in Hamburg, als dieser den fein endenden Mariston (William Mongil) und den Auenqueller Zarrado (Rene Piechulek) auf die Plätze zwei und dDrei verwies.
Das fünfte Rennen wurde aufgrund eines technischen Defekts an der Startmaschine mit der Flagge gestartet. Kurzfristig wegen Lahmheit zum Nichtstarter im Mammutfeld von ursprünglich 18 Pferden wurden Bacini und Cyrus deklariert. Diesen Ausgleich IV gewann Stevens Liebling unter Koen Clijmans vor dem im Einlauf nach außen driftenden Nequito und der ganz innen anziehenden Jallah.
Der toll besetzte Ausgleich II des Tages ging an die Wittekindshoferin Elle Gala. Als 91:10-Chance setzte sich die nobel gezogene Galileo-Tochter der Championstute Elle Danzig unter Andrasch Starke sicher gegen den dreijährigen Navajo Dancer und Totti durch, die in totem Rennen den Pfosten des mit 12.000 Euro dotierten 2200 Meter-Rennens passierten.










