Fünf Pferde aus deutschen Ställen zählen zu den Startern, die am Freitagnachmittag auf der Rennbahn Lyon-Parilly an den Anlauf kommen. Mit Licato, Standy Dancer und Fairy Ecstasy stammen allein drei aus diesem Quintett aus dem Lengericher Stall von Dr. Andreas Bolte (Foto). Die schwerste Aufgabe erwartet dabei wohl den Wallach Licato.
Er wird im Prix du Grand Camp und damit in einem mit 50.000 Euro dotierten und über 2400 Meter führenden Listen-Rennen mit 58 kg aufgeboten.
„Wir wissen um die Schwere der Aufgabe und betrachten den Start als einen Griff nach den Sternen. Zwar sind Distanz und Boden passend, doch lässt die Konkurrenz keinen anderen Schluss als den zu, dass wir nur als krasser Außenseiter antreten. Gegen Pferde wie Milongo von Brigitte Renk z. B., der Gruppe-Format besitzt, dürfte normalerweise nicht viel zu holen sein.
Er tritt unser seinem Lieblingsreiter Jiri Palik, der am Vortag bereits anreist, an und soll wie gewohnt von vorne geritten werden“, erklärte der Trainer. Als Linksspezialist dürfte Walter Kohlers Standby Dancer im Grand Handicap de Lyon (40.000 Euro-2400 Meter) keine Probleme mit der Linienführung in Lyon haben.
„Er scheint mir mehr ein Spezialist für die Schweiz als für Frankreich zu sein, denn in Frauenfeld hat er etliche ausgezeichnete Leistungen abgeliefert. Nach dem zweiten Platz im dortigen Listen-Rennen hat er mich später mit demselben Resultat in Le Croise-Laroche nicht überzeugt“, so Dr. Andreas Bolte, der für den zehnjährigen Oldie, der 52 kg trägt, Johan Victoire verpflichtet hat.
„Der Name des Jockeys ist nicht Programm, wenn Johan place, also platziert, ist, sind wir schon zufrieden“, fügt der Lengericher an. Auf dessen Stallgefährten Fairy Ecstasy (56,5 kg) absolviert Jiri Palik im Prix Maurius Bouret (20.000 Euro-1350 Meter) seinen zweiten Ritt an diesem Nachmittag. „Er war das ganze Jahr über in ausgezeichneter Form, kam dann vor sechs Wochen in den Stoffwechsel und blieb beim letzten Start in Chantilly blass.
Er zeigt sich jetzt wieder sehr gut aufgelegt und sollte jene Form revidieren können. Als Pferd ohne großen Speed soll er vorne oder an zweiter,dritter Stelle gehen“. Mit von der Partie sind der von Axel Kleinkorres in Neuss trainierte König Speed sowie Zauberlehrling, den Hans Walter Hiller im niederrheinischen Alpen vorbereitet.
König Speed, der beim letzten Start als Fünfter in einem Kölner Listen-Rennen nur um einen Hals das letzte Platzgeld verpasste und davor in Iffezheim einen Ausgleich III gewann, tritt unter Dominique Boeuf an, während Zauberlehrling von Johan Victoire geritten wird. Der Hiller-Schützling erhält die Chance zur Revanche an König Speed, dem er in Iffezheim um eine halbe Länge unterlegen war. Seinen letzten Sieg schaffte er vor Jahresfrist in Fontainebleau:











