„Putsch-Versuch“ in der Bremer Vahr

Besitzer und Züchter Andreas Putsch ist gewiss kein häufiger Gast mit seinen Pferden auf einer deutschen Rennbahn. Seinem Bekanntheitsgrad tut dies jedoch keinen Abbruch. Wenn die Pferde seines Haras de Saint Pair hierzulande laufen, dann meist mit Erfolg. Wie etwa im Jahr 2010, als Pearl Banks den Düsseldorfer Oberbürgermeister Dirk Elbers-Preis auf Gruppe III-Pakett gewinnen konnte, oder wie in diesem Jahr eindrucksvoll erlebt, als Vadamos das Darley Oettingen-Rennen für Andreas Putsch an sich reißen konnte.

Nun betreut Markus Klug seit August den den vierjährigen Oasis Dream-Sohn Palmetto, der vorher bei Paul Harley stand, für Putsch. Am Samstag debütiert der großartig gezogene Wallach in der Bremer Vahr in einem Altersgewichtsrennen über die Meile. Sieben Gegner stellen sich Palmetto, der von Eugen Frank geritten wird, in den Weg. Aber es wird auf Anhieb schwer werden für den Sohn der Prx Vermeille-Siegerin Pearly Shells. Es sieht nach einem relativ klaren Einlauf aus, den Christian Sprengels Birthday Prince vor Yasmin Almenräders Siempre Manduro für sich entscheiden sollte (Zum Rennen). 

Der Höhepunkt auf der Flachen ist aus zweierlei Sicht das siebte Rennen der Karte. Zum einen ist der Ausgleich II das wertvollste Handicap an diesem Tag und zum anderen werden in der „Wettchance des Tages“ in der Viererwette garantiert 15.000 Euro (inkl. Jackpot von 5.000 Euro) ausgezahlt. Für Trainer Waldemar Hickst startet die nach zwei Starts noch ungeschlagene Zitat. Vielleicht kann sich aber auch Markus Klugs Antalya mit einem Sieg in die Winterruhe verabschieden. Die Areion-Tochter war in diesem Jahr bereits zweimal Zweiter auf dieser Ebene, lief zuletzt in Hannover als Zehnte allerdings schwach. Der weiche Boden sollte der Stute aber in jedem Fall entgegenkommen (Zum Rennen).

Der Stall von Mario Hofer hat wie nahezu während der gesamten Saison auch aktuell prima Form. Am Samstag könnte Moonee Valley, 2014 Siegerin im zur Gruppe III zählenden Prix des Reservois, für den Krefelder Coach punkten. Im Dreijährigen-Rennen über 1600 Meter trifft die Aqlaam-Tochter, zuletzt Fünfte im Nereide-Rennen, unter anderem auf Wiesenblume. Die von Andreas Wöhler trainierte Ravensbergerin ist noch ungeprüft, doch galten ihr in diesem Jahr große Hoffnungen. Allerdings lief nicht alles nach Plan, sonst wäre die Halling-Tochter aus der dreifachen Gruppe-Siegerin Wurfscheibe natürlich längst am Start gewesen. 

 

 

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