Der von Andreas Wöhler für Australian Bloodstock trainerte Protectionist kommt am Sonntag im mit 1.000.000 Dollar dotierten Canadian International an den Start (Zum Langzeitmarkt). Der zurück an alter Wirkungsstätte wiedererstarkte nun sechsjährige Hengst wird in Woodbine in dieser Gruppe I-Prüfung über 2414 Meter unter Wöhlers Stalljockey Eduardo Pedroza, der extra für diesen Ritt aus Deutschland anreist, ins Rennen gehen.
Obwohl der Ravensberger Stalljockey am vergangenen Sonntag noch eigens für den Sieg-Ritt auf der zweijährigen Stute Rainbow Royal nach Mailand reisen musste, ließ er es sich nicht nehmen bei der Abschlussarbeit, auch wenn diese sehr früh und fast noch im Dunklen stattfand, selbst vor Ort zu sein. Wie man auf der Homepage seines Trainers nachlesen kann, war „Eddie“ dabei mit Protectionist ausgesprochen zufrieden. Wie weiter berichtet wird, habe der Hengst inzwischen seine Gastbox in Woodbine bezogen. Im Rennen wird sich der Wöhler-Schützling voraussichtlich gegen acht Gegner behaupten müssen. Betrachtet man die Aufgabe, die ihm am Sonntagabend unserer Zeit gestellt wird näher, beschreibt vielleicht die Aussage – schwer, aber nicht unlösbar – am besten die Chancen des Monsun-Sohnes. Nach seinem überlegenen Sieg im Großen Preis von Berlin auf Gruppe I-Parkett wird der Hengst bestimmt nicht wenig Vertrauen auf sich vereinnahmen (Zum Video). Um die 40:10 gibt es im Moment für eine Siegwette.
Damit rangiert er hinter dem von dem in Überform agierenden Aidan O´Brien trainierten Idaho (um die 20:10) auf Rang zwei in den aktuellen Wettmärkten. Idaho (Ryan Moore), der zuletzt als kochend heißer 16:10-Favorit in den englischen St. Leger-Stakes in Doncaster nach einem Stolperer seinen Reiter verloren hatte (Zum Video), wird mit Sicherheit, nicht zuletzt der starken Stallform seines Trainers geschuldet, ein harter Brocken für den deutschen Vertreter werden. Mit Kursen um die 50:10 wird der von Sir Michael Stoute für die Queen vorbereitete Dartmouth (William Buick) gehandelt, auch er sollte vorne mitmischen. Einen guten, alten Bekannten finden wir ebenfalls im Feld. Der damals noch von Andreas Wöhler für Klaus Allofs und die Stiftung Gestüt Fährhof betreute Wake Forest (Javier Castellano) wurde auch für diese Prüfung eingeschrieben. Der vierjährige Sir Percy-Sohn, der mittlerweile bei Chad Brown in den USA in Training ist, wird das Rennen allerdings nur als Außenseiter (170:10) aufnehmen.













