Prix Vermeille: Baila me gegen die Superstute Zarkava

Sie ist zurück. Mitte der Woche gab Trainer Alain de Royer-Dupre grünes Licht für seine Superstute Zarkava, die am kommenden Sonntag in Longchamp die Generalprobe für den Prix de l’ Arc de Triomphe Anfang Oktober an gleicher Stätte bestreiten soll. Nach seiner Sperre geht die Zamindar-Tochter wieder unter ihrem ständigen Reiter Christophe Soumillon in die über 2400 Meter führende Gruppe-I-Prüfung.

Fünf Starts hat Zarkava, die selbstverständlich auch aus der Zucht des Aga Khan stammt, in ihrer Laufbahn absolviert. Stets kehrte sie als Siegerin zur Waage zurück, drei ihrer fünf Siege markierte sie sogar auf Gruppe-I-Level. Dabei wurde sie bei ihrem Triumph im Prix Marcel Boussac am letztjährigen Arc-Tag so richtig berühmt, als sie auf der Ziellinie über den Schatten einen wahren Satz machte und alle vier Beine in der Luft hatte.

Wer geglaubt hatte, Zarkava sei eine typische zweijährige Ausnahmestute, der wurde in dieser Saison eines Besseren belehrt. Nach ihrem Erfolg zum Saisonauftakt im Prix de la Grotte (Gr. III), schnappte sich die Zamindar-Tochter mit Poule d’ Essai des Pouliches (Gr. I), und Prix de Diane (Gr.I) beide Klassiker der Stuten Frankreichs.

Und was die Besetzung dieser Prüfungen angeht, so waren diese hochkarätig besetzt. Denn in der „Poule“ schlug Zarkava die spätere Moulin-Siegerin Goldikova sowie die irische 1000 Guineas-Siegerin Halfway to Heaven. Im Prix de Diane zogen Gagnoa und wiederum Goldikova gegen die von Alain de Royer-Dupre trainierte Stute den Kürzeren.

„Zarkava kommt aus einer Pause seit dem Prix de Diane. Ich denke, dass sie das Rennen am Sonntag noch benötigt, um dann den richtigen Schliff für den Arc zu besitzen“, äußerte sich der Aga Khan-Trainer aus Chantilly vor der Presse. Zu den Gegnerinnen in Longchamp zählt Gestüt Karlshofs Diana-Zweite Baila me. Die von Werner Baltromei trainierte Samum-Tochter geht unter Dominique Boeuf in die mit 300.000 Euro dotierte Stutenprüfung.

„Wir sind uns der Schwere der Aufgabe bewusst, denn mit Zarkava ist ein Ausnahmepferd am Start. Aber Baila me ist toll auf dem Posten, wir reisen voller Hoffnung nach Paris. Wir hoffen, dass es noch reichlich Regen geben wird, denn bei schwerer Bahn kommen die Steherqualitäten von Baila me so richtig zum Tragen.“

Im klassischen Henkel Preis der Diana auf dem Düsseldorfer Grafenberg hatte Baila me den Erfolg bereits vor Augen, bevor die Wittekindshoferin Rosenreihe sie noch abfing. Zuvor hatte die Samum-Tochter mit dem Diana-Trial in Köln ein Gruppe-Rennen auf ihr Konto gebracht.

Mit der von Andre Fabre für Teruya Yoshida trainierten Turfrose geht eine weitere in Deutschland gezogene Lady in den „Vermeille”, für den am Donnerstag noch ein Dutzend Stuten unter Order blieben. Die Big Shuffle-Tochter aus Auenquelle war zuletzt Zweite hinter der von Freddy Head trainierten Avanti Polonia im Prix de Pomone in Deauville.

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