Porcus seltenes Doppel: First Time die ‚Schnee-K?nigin‘

Vor zwölf Monaten holte sich mit der Rohne-Lady Ianina eine Stute den Gübelin – Großen Preis von St. Moritz. Und auch diesmal, bei der 68. Auflage des mit 111.111 Franken höchstdotierten Rennen der Schweiz über 2000 Meter trumpfte eine Pferdedame ganz groß auf. Denn das Leichtgewicht First Time (Archivfoto) avancierte zur ‚Schnee-Königin‘ am Sonntag im Engadin.

Jockey Daniele Porcu, der 2006 bereits Ianina gesteuert hatte, gelang damit ein seltenes Doppel. ‚First Time ist erst seit Dezember bei mir‘, sagte die Schweizer Trainerin Karin Suter, die die Ex-Erlenhoferin (Züchter der Stute ist das Gestüt Elite) für den Stall SVH von Dave Richardson übernommen hatte.

In lockerer Manier verwies First Time (60:10), eine Silvano-Tochter, mit dreieinhalb Längen den Favoriten Quiron, der sie am Eröffnungstag noch bezwungen hatte, nun aber etwas ungünstiger in der Partie stand, mit Torsten Mundry auf den Ehrenplatz. ‚Die veränderten Gewichte haben doch eine Rolle gespielt‘, berichtete der Jockey.

Dritter wurde Collow, während Christian von der Reckes Home Call unter Eduardo Pedroza auf Platz fünf einkam. ‚Leider ist mein Pferd im Schlussbogen etwas weggerutscht und musste aufgenommen werden, sonst hätte es vielleicht zu Rang vier gereicht‘, bedauerte der Trainer.

Nach zwei Ehrenplätzen im Vorjahr kam der von Christian von der Recke für den Stall Blankenese vorbereitete Rascacio zu einem verdienten St. Moritz-Treffer. Unter Vize-Champion Eduardo Pedroza kam er zum lukrativen Toto von 39:10 im Grand Prix Corporate Events/Newmarket Racecourses (30.000 Franken, 1100 m) nach frühem Vorstoß sicher mit einem Hals nach Hause gegen Atlantic Dancer und Shakyras Melody.

Diesmal nicht in die Platzierung schafften es die beiden Bocskai-Schützlinge Bischoff´s Boy, der nicht ganz glatt aus dem Rennen kam, und Encanto. ‚Die Gegnetschaft war diesmal nicht ganz so stark wie vor einem Jahr, wir hatten uns schon einiges ausgerechnet‘, erläuterte Recke nach dem Rennen.

Eine Klasse für sich war wie an den beiden Vorsonntagen der von Miroslav Weiss trainierte King George im Skikjöring (15.000 Franken, 2700 m) vor Answering. Fahrer Jakob Broger holte sich die Gesamtwertung zum achten Mal, doch so überlegen avancierte er noch nie zuvor zum ‚König des Engadin‘. Dritter wurde Abu Ardash.

Rang vier ging an den Recke-Schützling Sonnenglanz vor der Trainingsgefährtin Bouquet, Maknoon war Nichtstarter.

Das finale Flachrennen des Meetings, der Grand Prix Winterthur Versicherungen (15.000 Franken, 1800 m) wurde eine Beute von Trainer Miro Weiss, der mit Salermo (Markus Kolb) und Puro die beiden Erstplatzierten stellte. Christian von der Reckes Pferde, Aesop (Dritter) und Congrio Dorado (Fünfter) verkauften sich gut.

Eine knifflige Aufgabe war die Gran Corsa Di Siepi di Roma am Sonntag in der italienischen Hauptstadt für den von Mario Hofer trainierten Hippodrome (S. Durack). In diesem mit 70.380 Euro dotierten Hürdenrennen über 4100 Meter wurde der Riesenaußenseiter ordentlicher Fünfter. Es siegte in leichtem Stil Or Ou Argent (J. Lobel).

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