Im Prinzenpark in Paris, der Fußball-Spielstätte von Paris St. Germain, hat der Präsident der PMU Philippe Germond einen Ausblick auf die Pläne seiner Firma gegeben, die auch den grade aus der Champions League ausgeschiedenen französischen Meister als Sponsor unterstützt.
Der staatliche Wettanbieter hat sein Angebot weit über den Pferdesport hinaus erweitert und es im Jahr 2012 trotz abträglicher Rahmenbedingungen wie Inflation und Arbeitslosigkeit geschafft, seine Bilanz im 15. Jahr in Folge zu verbessern. Dafür waren besonders die um 87% gestiegenen internationalen Umsätze inklusive derer in Deutschland und die Programmerweiterungen um Sportwetten und Poker verantwortlich.
Wurden vor Jahren noch absichtlich Wettmöglichkeiten restriktiv eingeschränkt, um die Spielsucht nicht zu befördern, ist diese Politik besonders im letzten Jahrzehnt radikal umgedreht worden. Sportwetten sind in Frankreich seit 2010 legal. Außerdem konnte die PMU sich mit Hilfe staatlicher Institutionen eine Art Monopol-Stellung bewahren.
Größter Profiteur davon war der französische Pferderennsport: Im Jahr 2012 flossen von den Milliarden-Umsätzen gigantische 865 Millionen Euro an France Galop und Cheval Francais, die als Dachverbände für die Durchführung von Galopp- respektive Trabrennen zuständig sind und somit aus dem Vollen schöpfen können.
„Wir müssen das Wettangebot noch mit weiteren Wettarten ausbauen, die Präsentation der Rennen auf neuen Wegen und mit neuen Technologien noch attraktiver machen und so noch mehr öffentliches Interesse generieren. Die Grundpfeiler unseres Erfolges bleiben Innovation und Investition.“
So will Germond den Rückfluss in den Pferdesport in den nächsten acht Jahren auf über eine Milliarde Euro jährlich treiben. Sehr interessant war auch seine Aussage zu den strategischen Wechselwirkungen, die die PMU im Wettgeschäft ausnutzen kann: „Von 100 Neukunden, die sich bei uns für Sportwetten und Poker im Internet registrieren, haben 32 innerhalb der ersten drei Monate auch eine Pferdewette getätigt.“













