Im Zuge der Coronavirus bedingten Pause des deutschen Turfs, hakte GaloppOnline.de am Freitag beim Badischen Rennverein Mannheim-Seckenheim nach, wie man dort mit der derzeitigen Situation umgeht.
Eigentlich war der erste Renntag des Jahres auf der Mannheimer Waldrennbahn für den 05.April geplant. Insbesondere in Baden-Württemberg steht allerdings, gerade vor dem Hintergrund der Verfügung der Landesregierung, die ein vorläufiges Veranstaltungsverbot bis zum 15.Juni erlassen hat, noch ein großes Fragezeichen hinter der Rückkehr zu einem geregelten Sportbetrieb, wie Stephan Buchner, Präsident des hiesigen Rennvereins noch einmal betont:
„Wir versuchen zwar so optimistisch wie möglich zu bleiben, doch vor dem Hintergrund der momentanen Geschehnisse müssen wir als Rennverein alle möglichen Szenarien durchspielen. Die Verordnung des Landes Baden-Württemberg gilt bis zum 15.Juni, zwar könnte sie theoretisch aufgehoben werden, doch ob das wirklich geschieht, wird die Zeit zeigen. Wir haben neben dem ausgefallenen Renntag zwei weitere Renntage in diesem Zeitfenster. Für den ausgefallen Renntag im März einen Ersatzrenntag zu finden ist schwierig. Derzeit planen wir so, dass wir den Renntag am 03.Mai als Geisterrenntag durchführen, eine Möglichkeit wäre auch diesen Renntag einen Tag vorzuschieben, damit wären wir und Köln, die am Sonntag veranstalten, an diesem Wochenende jeweils Alleinveranstalter. Für den Renntag am 11.Juni hoffen wir Zuschauer einplanen zu können, denn irgendwann wird die Finanzierung dann auch schwer darstellbar, schließlich fehlen nicht nur Zuschauereinnahmen, sondern auch planbare Sponsoringeinnahmen. Zwar haben wir sehr treue Sponsoren, doch gerade für die kleineren Unternehmen stellen diese Zeiten ebenso enorme Herausforderungen dar. Wie soll beispielsweise ein Unternehmen, dass Kurzarbeit eingeführt hat, hier dann den fröhlichen Sponsor spielen?“
Im Zuge dessen appelierte Buchner auch noch einmal an den Zusammenhalt: „Vom Rennsport erhoffe ich mir Solidarität und ein gemeinsames Programm. Stand jetzt ist ein Notprogramm auf der Basis, dass ab dem 18.April für eine gewisse Zeit Rennen ohne Zuschauer stattfinden müssen, die wohl beste Lösung. Wir sollten schauen, dass wir die Ausschreibungen und die vorhandenen Gelder so fair wie möglich verteilen, ein Verteilungskampf unter den Rennvereinen ist keine Lösung. Wir müssen so viele Startmöglichkeiten wie möglich schaffen und dabei immer im Blick haben, dass die Maßnahmen nicht ausschließlich zu Lasten einer Gruppe führen dürfen.“













