Es war das mediale Turf-Spektakel des Jahres, der erstmalig ausgetragene und mit 12 Millionen US-Dollar dotierte Pegasus World Cup auf der Rennbahn Gulfstream Park in Florida. Und mit Bob Bafferts für Khalid Abdullah trainierten Arrogate hatte die Prüfung einen würdigen Sieger gefunden. Natürlich waren die Verantwortlichen rundum zufrieden und überglücklich.
Siegreiter Mike Smith, der an seinen kurz vor Weihnachten verstorbenen Vater denken musste, war hin und weg, würdigte aber zugleich auch die großen Leistungen von vor dem Zug als Hauptgegner seines Partners Arrogate auserkorenen California Chrome. „Das war wieder eine unglaubliche Vorstellung von meinem Partner. Ich konnte zum Glück die erste Kurve zu unseren Gunsten nutzen und die gute Position an den Rails behalten. Auf halber Strecke habe ich mich umgeschaut und sah das Victor „Chrome” kurz anschieben musste. Da hab ich gedacht, dass er vielleicht heute nicht so ganz bei der Sache ist. Eigentlich hatte er mich doch da, wo er mich haben wollte. Aber von „Chrome” kam dann heute einfach nichts. Aber glauben Sie mir: Das war einfach nicht sein Rennen heute. Der California Chrome, den ich kenne, hätte nicht so einfach klein bei gegeben. Als ich Arrogate dann einmal auf freier Bahn hatte, war alles relativ schnell gelaufen.”
Der Trainer des besten Rennpferdes der Welt, Bob Baffert, hatte nur einmal kurz Zweifel am Sieg seines Pferdes, der sich dann aber schnell in Wohlgefallen auflöste. „Als ich Noble Bird in Führung sah, sagte ich zu meiner Frau: Wenn der so einfach führen darf, wird es nicht leicht sein, ihn zu knacken. Dann suchte ich nach „Chrome” und er war neben uns. Meine Gedanken waren: Mal sehen wer zuerst nachgibt. All das geht durch deinen Kopf und ich wäre bestimmt ruhiger gewesen wenn mein Schützling hätte mit mir reden können. Ein „Mach dir keine Sorgen, alles ist gut,” hätte mir da schon gereicht. Aber als er dann an die Spitze ging, wusste ich, dass er noch zulegen konnte. Er ist so ein unglaubliches Pferd.”












