Am Sonntagmorgen gab es in Australien den nächsten ex-deutschen Sieg, als Pakal in Cranbourne/Victoria den örtlichen Cup auf Listen-Ebene an sich brachte. In den Farben von Oti Racing war Glen Boss der Siegreiter, der beste Kritiken erhielt. „Brilliant Boss“ hieß es in der australischen Presse, aber ein wenig Glück war auch im Spiel.
Aus Box Nr. 1 hatte Pakal (Foto) unterwegs im hinteren Mittelfeld ein Traumrennen, doch im Schlussbogen saß er händevoll fest und Boss versuchte zunächst vergeblich, sich durch Spurwechsel zu befreien.
An der letzten Ecke tat sich an den Rails dann aber doch eine Passage auf, durch die Boss blitzschnell hindurch stieß. „Pakal cuts the corner“ sagte der Kommentator, und diese „Abkürzung“ war gleichzeitig der Weg auf die Siegerstraße, denn Pakal packte auf der relativ kurzen Zielgeraden riesig an und war im Ziel gut zwei Längen vor Sertorius voraus.
Dazu der Jockey: „Ich habe einige Zeit mit diesem Pferd auf den Trainingsbahnen verbracht, um ihn kennenzulernen, ihn zu durchschauen. Die wahre Stärke des Pferdes haben wir noch gar nicht gesehen, aber heute war er schon nah dran.“
Über 2.025 Meter waren 14 Pferde angetreten, Pakal kassierte 120.000 australische Dollar (83.700 Euro) und zahlte als zweiter Favorit 41:10. Der vom Gestüt Etzean gezogene Lord of England-Sohn war zweijährig für Werner Heinz Gruppe 1 platziert gelaufen und hatte als Dreijähriger für den Stall Salzburg auf Gruppe III-Niveau gewonnen, bevor er Ende 2012 den Weg nach Down Under fand.
Nach einem Handicapsieg und einem dritten Listen-Platz zum ebenfalls für Oti Racing startenden Ibicenco hatte er sich mit einem vierten Platz auf Gruppe 3-Parkett jeweils in Caulfield für die Aufgabe am Sonntag empfohlen.
Trainer Mick Price hat nun natürlich große Ziele mit dem vierjährigen Wallach: „Ihn zu trainieren, ist eine Herausforderung. Ich lerne immer mehr, er ist ein hochinteressantes Pferd. Es läuft bis jetzt gut, aber einige Arbeit liegt noch vor uns. Ich will jetzt im Frühling nicht allzu viel aus ihm herausholen, sondern richte den Fokus eher auf den Herbst. Das Hauptziel könnten die BMW Stakes im April in Sydney werden.“










