Deutschland freut sich wieder auf den Seriensieger, denn Overdose könnte bald schon zurück auf der Rennbahn sein. Während Mitbesitzer Zoltan Mikoczy bereits von möglichen Rennbahnauftritten während Royal Ascot, sprich einem Auftritt in den Golden Jubilee Stakes, oder auch möglichen Starts in Newmarket, Haydock oder York entgegenfiebert, geht das Aufbautraining des Rekonvaleszenten Overdose (Foto) in Hoppegarten nach Angaben seines Trainers Sandor Ribarszki planmäßig über die Bühne.
„Der Hengst galoppiert von Tag zu Tag besser, er cantert täglich auf der Bollensdorfer Bahn, auch den Mühlberg hoch. Und dreht zusätzlich im Führkarussell seine Runden. Hinzu kommen Spaziergänge im Wald.“ Der bei zwölf Starts noch ungeschlagene Starborough-Sohn wäre natürlich bei einem möglichen ersten Aufbaustart, hoffentlich in Hoppegarten vor der eigenen Haustür, die Attraktion des Galopprennsports schlechthin.
Der Hype um den Stargalopper mündet längst in einer nationalen Angelegenheit der Ungarn, wobei sich sogar die Wirtschaft in Gestalt von Banken und Versicherungen als 50-prozentige Teilhaber einen weiteren Schub für die im Land mittlerweile nicht unbemerkt vonstatten gegangenen Siegesserie des heute Fünfjährigen erhoffen.
Nicht auszuschließen, dass bei einem möglichen Wiederauftritt des unscheinbar wirkenden Spitzensprinters – es werden sogar schon Vergleiche zu dem legendären Seabiscuit gezogen – dieser Hype noch einmal einen zusätzlichen Schub erhält.s
Sollte es in Hoppegarten tatsächlich zu einem Revival von Ungarns Ausnahmehengstes kommen, würde die altehrwürdige Anlage bestimmt aus allen Nähten platzen, denn die Fangemeinde fiebert dem Wiederauftritt ebenfalls entgegen.
Overdoses Trainer, der sich in der brandenburgischen Trainingszentrale bestens eingelebt hat, äußerte sich jüngst gegenüber GaloppOnline.de weiter gewohnt optimistisch: ‚Ich bin mit den Fortschritten von Overdose im Training sehr zufrieden. Wir liegen mit ihm im Plan. Wenn alles weiter nach Wunsch verläuft, ist ein Start im Juni möglich. Er ist frisch und immer guter Laune.
Am Wochenende reist wieder der Schmied aus England an und kontrolliert die Hufe, die Eisen werden noch immer geklebt. Vor und nach der Hufbehandlung wird geröntgt. Wir überlassen nichts dem Zufall.‘ Sollte Overdose den Weg zurück zur Rennbahn finden, wäre dies der erste Start seit dem 19.04.09, als er noch in seiner Heimat Budapest in einer 1000-Meter-Prüfung acht Längen zwischen sich und seine Gegnern legte.











