Jubiläumsstimmung am Sonntag im Weidenpescher Park: Zum 50. Mal jährt sich der Europa-Preis-Tag auf dem Kölner Hippodrom. Als unter der Initiative des damaligen Kölner Vereinspräsidenten Freiherr Dr. Friedrich Carl von Oppenheim 1963 ein mit 250.000 Deutsche Mark dotiertes Rennen aus der Taufe gehoben wurde, hatte dies einen sensationellen Anstrich.
Alles Dagewesene auf deutschen Rennbahnen wurde getoppt. Der Preis von Europa wurde zu einem Markenzeichen im europäischen Rennsportkalender. Der Jockey, der 1963 auf dem ersten Sieger Opponent saß, Hein Bollow, der wird am Sonntag im Weidenpescher Park die Sieger im 50. Preis von Europa ehren. Gemeinsam mit Konrad Adenauer und somit dem Enkel von Konrad Adenauer, der 1963 der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland war.
Wem sie die Preise überreichen, dies ist im Vorfeld eigentlich nur schwer abzuschätzen. Auch wenn nach aktueller Form die von Dr. Andreas Bolte trainierte Ovambo Queen nach ihrer großartigen Partie zu Danedream im Longines Großen Preis von Baden als die Nummer eins im Feld anzusehen ist, so muss man nahezu im gleichen Atemzug Earl of Tinsdal und Baschar nennen, die beide als runner up zum französischen Gast Meandre im Großen Preis von Berlin vor Ovambo Queen über die Linie gekommen waren.
Und auch zu Waldpark und somit dem Derby-Sieger von 2011 ergibt sich ein Elle zu Ovambo Queen (Foto), denn der Hengst gab sich im Hansa-Preis nur minimal der Bolte-Stute geschlagen. Nachgenannt wurde Araldo, der das St. Leger wegen der zu schnellen Bahn ausließ und nun versucht, den gewaltigen Sprung aus der Listen- in die Premium-Gruppe-Klasse zu meistern. Der italienische Derby-Sieger Feuerblitz und der Dritte aus dem Hamburger Derby, Girolamo, vervollständigen das Europa-Preis-Feld, das am Sonntag mit Sicherheit vor einem vollen Weidenpescher Haus auf die Reise gehen wird.












