Gelaufen war der aus Schlenderhaner Zucht stammende Ivanhowe in seiner neuen Heimat Australien schon einmal, doch handelte es sich dabei um kein offizielles Rennen, sondern ein sogenanntes „Trial“ über 1190 Meter. Der fünfjährige Soldier Hollow-Sohn, zweifacher Gruppe I-Sieger in seiner alten Heimat und „Down Under“ jetzt in Our Ivanhowe umbenannt, ist am Samstag 7.38 Uhr deutscher Zeit aber erstmals in einem „richtigen“ Rennen in Australien an den Start gekommen.
Doch in Morphettville hatte der Fünfjährige, der inzwischen von Lee und Anthony Freedman vorbereitet wird, in den mit 150.000 AUS-Dollar dotierten R A Lee Stakes, einer Gruppe III-Prüfung über 1600 Meter, keine Chance. Aufgrund der für Ivanhowe ungewohnt kurzen Distanz war sich Lee Freedman schon vor dem Start des Soldier Hollow-Sohnes nicht sicher, wie es um die Chancen seines Deutschland-Importes bestellt sein würde.
Unter Damien Oliver endete der ehemalige Schlenderhan-Crack als 36:10 Co-Favorit auf der in Adelaide in Südaustralien gelegenen Galopprennbahn als Siebter im toten Rennen mit Saint Or Sinner siebeneinhalb Längen hinter dem Sieger The Bowler, der als 31:10 Favorit knapp vor Excites Zelady und Metaphorical zum Zuge kam. Our Ivanhowe musste allerdings als Gruppe I-Sieger das Höchstgewicht von 60 Kilo schleppen und allen Gegnern bis zu sechs Kilo geben. Der Sieger trug lediglich 55 Kilo.
Trotzdem muss man sich natürlich fragen, was die Vollblutexperten Down Under mit unseren Vollblutstars veranstalten und ob unser Ivanhowe der nächste tragische Fall nach Protectionist, der inzwischen nach seinen schwachen Ergebnissen auf zum Teil deutlich zu kurzer Distanz zur „Reha“ im Gestüt gelandet ist, sein wird.











