1995 gewann der Ittlinger Acatenango-Lando den Japan Cup, stieg mit diesem Erfolg zum nach Gewinnsumme erfolgreichsten Sportpferd aller Zeiten auf. Sein Triumph war auch ein Meilenstein in der deutschen Vollblutzucht. ‚Mit einem Schlag fand die Akzeptanz unserer Zucht weltweit noch mehr Anerkennung‘, so Ittlingen-Boss Manfred Ostermann(Foto).
Morgen ist es wieder so weit: Das größte rennsportliche Spektakel im Land der aufgehenden Sonne, der Japan Cup, kommt zur Austragung. Die Chancen, dass es einen Sieg eines Gastes aus Europa gibt, stehen nicht schlecht. Sir Michael Soute sattelt Conduit und somit den zweifachen Breeders‘ Cup Turf-Sieger sowie Gewinner des englischen St. Legers und der diesjährigen ‚King George‘.
Manfred Ostermann: ‚Dieser Hengst bringt alles mit, um den Japan Cup zu gewinnen. Bessere Meriten kann man einfach nicht vorweisen. Aber dennoch, ich warne vor den einheimischen Pferden. Die Investitionen, die der japanische Rennsport in den letzten Jahren tätigten, waren gewaltig. Nun tragen sie immer mehr Früchte.‘
In der Tat sind die Japaner in der weltweiten Vollblutzucht unaufhaltsam auf dem Weg weiter nach oben, haben den Anschluss an die Spitze hergestellt. Und investieren mächtig weiter. So haben sie sich auch bereits Conduit gesichert. Der Dalakhani-Sohn des Ballymacoll Stud wechselte in japanischen Besitz und wird im kommenden Jahr in Japan seine Decklaufbahn beginnen.
Wie stark die japanischen Pferde im Japan Cup, der 1981 als Einladungsrennen seine erste Auflage fand, einzustufen sind, beweisen die Ergebnisse der letzten drei Auflagen. Sie blieben durch Screen Hero, Admire Moon und Deep Impact alle im Land der aufgehenden Sonne.










