Eigentlich sollte mit dem Orsini-Rennen das erste bessere Dreijährigen-Rennen der Saison im Mittelpunkt der Veranstaltung am Sonntag in Neuss stehen. Doch einmal mehr zeigt sich, welche Auswirkungen der deutlich zurückgegangene Pferdebestand in Deutschland hat.
Waren schon mehrere Prüfungen für den Derby-Jahrgang dem Rotstift zum Opfer gefallen und nur unzureichend besetzt, so muss auch diese Traditionsprüfung ausfallen.
Ganze fünf Pferde waren bei der Vorstarterangabe unter Order, teilweise nicht einmal besonders leistungsstarke Teilnehmer. Da blieb dem Reiter- und Rennverein keine andere Wahl, als sie zu stornieren. Und das, obwohl in den Ställen bei fast schon frühlingshaften Temperaturen wesentlich besser gearbeitet werden kann als noch vor einem Jahr.
Auch die beiden Altersgewichtsrennen fallen aus. Es zeigt sich einmal mehr, wo die Probleme liegen, denn die unteren Handicaps ziehen dagegen meist quantitativ gute Felder an. Ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch die jüngste Entwicklung im hiesigen Sport zieht.
Aber dennoch besitzt die Karte auch neben dem Finallauf der RaceBets.com-Hürdenserie (lesen Sie unseren gesonderten Text) ihren Reiz. „Wir konnten zwei Rennen teilen und so die Ausfälle kompensieren und bieten nun sogar zehn Prüfungen an“, berichtet Reinhard Ording aus Neuss.
Im Preis der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V., einem Ausgleich III über 2300 Meter, treffen sich absolute Formpferde. Dave Richardsons Royal Goofy (Foto), einer der Protagonisten dieses Winters wird von den frischen Siegern Eutropius und Kronos herausgefordert.
Über eine achthundert Meter kürzere Strecke peilt der von Helmut Schaab zur Hochform geführte One more Touch den vierten Erfolg in Folge an. Mit 10.000 Euro als garantiertes Auszahlung in der Viererwette lockt in der achten Prüfung, dem Rennen des Tages, wieder ein besonders hoher Zahltag. Es lohnt sich also, schon eine Woche vor dem Grand Prix bereits nach Neuss zu fahren.











