Oldie but Goldie: Toylsome will es in Riem wieder wissen

Er ist mit seinen acht Jahren der Älteste im Aufgebot von Georg Baron von Ullmann, dem Trainer Jens Hirschberger aus der neuen Anlage in Schlenderhan vorsteht. Doch unverwüstlich und erfolg­reich zugleich. Vor allem, wenn es heißt, Starts auf dem Riemer Linkskurs zu absolvieren. Dann ist der Cadeaux Genereux-Sohn in seinem Element, von keinem zu halten und demzufolge seit sechs Auftritten auf dem stets gepflegten Riemer Gras ohne Niederlage.

Und noch eine Besonderheit, sämtliche sechs Treffer stammen von Listen-Rennen. Und genau eine derartige Prüfung steht am Sonntag mit dem Bayerischen Fliegerpreis auf dem Pro­gramm. Der Lokalmatador wird wie in den vergangenen Aufgaben wieder seine zahlreichen Anhänger finden, doch gewonnen hat er deshalb noch lange nicht. Denn die Konkurrenz kann sich sehen lassen.

In erster Linie natürlich der Fähr­ho­fer Santiago Atitlan, der im Hause Jacobs gepflegten Vorgehensweise zufolge nach einem Maya-Ort in Gua­temala benannt, da, wo man die Kaffeebohnen her bezieht. Wie Toylsome, der mit Terry Hellier antritt, ist auch dieser Stra­vinsky-Sohn ein ausgewiesener Könner auf den kurzen Distan­zen.

Davon konn­ten sich die Be­su­cher noch während der Großen Woche in Iffezheim überzeugen, als Santiago Atitlan immerhin ausgezeichneter Zweiter in der 137. Goldenen Peitsche wurde, ledig­lich von Electric Beat geschla­gen wurde, aber einen Könner wie Lucky Strike hinter sich gelassen hatte.

Es handelte sich dabei um seine zweite Platzierung in einem Gruppe-Rennen, nachdem ihm das zum Abschluss seiner Sai­son 2006 im römischen Premio Umbria mit Platz drei erstmals gelun­gen war. Stichwort Gruppe-Rennen.

In dieser Beziehung kann Toylsome allemal mithalten, war er doch vor einem Monat guter Zweiter in der Silbernen Peitsche von Köln, um dann eine Woche spä­ter als so genannter „Hase“ für seinen Stallgefährten und späteren Sieger Manduro im Prix Jacques le Marois als Vierter in diesem Gruppe-I-Rennen, das über die Meile führte, eine unerwartet starke Leistung zu zeigen, die ihm mit 34.260 Euro übrigens auch den großen Einzelbetrag der Karriere einbrachte.

Dabei hätte es fast noch zu mehr gereicht, denn der dritte Platz wurde nur knapp ver­fehlt. Toylsomes einziger Gruppe-Sieg datiert aus dem Jahr 2002, als er den Großen Preis von Ber­lin in Hoppegarten gewann, etwas, das Santiago Atitlan, der mit Jozef Bojko antritt, erst noch schaffen muss, wie aber auch dessen erster Münchener Erfolg noch aussteht.

Der Hirschbergber-Stall hat am Sonntag allerdings noch eine zweite Option für Toylsome, denn er wurde auch für den Prix du Pin (Gr. III-1400 Meter) eingeschrieben.

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