O?Briens-Ass, Dauerbrenner Youmzain und noch mehr

Trotz vieler Versuche lief der irische Startrainer Aidan O´Brien (Foto) einem Arc-Sieg lange hinterher. Doch 2007 brach endlich der Bann. Mit Dylan Thomas, der nach einer sehr umstrittenen Entscheidung das Rennen behielt, landete der Privat-Coach des Coolmore-Imperiums von John Magnier und Michael Tabor den ersten Sieg im wichtigsten Rennen der Welt. Wenige Meter weiter hätte der Sieger wohl nur Youmzain geheißen, der quasi aus dem Nichts heranstürmte.

Sowohl Aidan O´Brien, als auch der von Mick Channon vorbereitete Veteran werden auch am Sonntag mit von der Partie sein.
O´Brien hofft auf Fame And Glory, der hinter dem heißen Favoriten Sea The Stars aktuelle indeutig den zweiten Rang im Arc-Wettmarkt einnimmt. Um die 70:10 steht der dreijährige Montjeu-Sohn, der eine Saison der Extraklasse hinlegt. Nach einer spektakulären Viererserie war im Epsom Derby nur Sea The Stars stärker, der mit eindreiviertel Längen die Oberhand behielt. Doch das Irish Derby ließ sich Fame And Glory nicht nehmen, beherrschte die Konkurrenz mit sage und schreibe fünf Längen!

In den Irish Champion Stakes zuletzt in Leopardstown war es erneut Sea The Stars, der ihm die Eisen zeigte, doch verkaufte sich der O´Brien-Schützling, der zweieinhalb Längen zurück und noch nie schlechter als Zweiter in seiner Karriere war, wieder gut genug. Etwas weicher Boden wäre sicher nicht schlecht für den Iren, der natürlich Johnnny Murtagh im Sattel haben wird.

Nach zwei Ehrenplätzen hätte sicher auch Mick Channons Youmzain, der dem Araber Jaber Abdullah gehört, fällig für den Big Point in Longchamp. Vor zwölf Monaten unterlag er nur gegen die Superstute Zarkava, ließ aber reichlich Hochkaräter hinter sich. In dieser Saison avancierte er aber nicht unbedingt mehr zu einem Siegertypen, doch nach dem dritten Platz zu Getaway in Baden-Baden, als er keine Siegchance besaß, erklärte der Coach: „Das war genau der richtige Aufgalopp für Longchamp.“ Und auch aktuell soll Youmzain bestens in Gang sein, der bei Betfair zu einem Kurs von ca. 400:10 sehr hoch notiert wird.

Niedriger (ca. 130:10) steht der von Sir Michael Stoute für das Ballymacoll Stud vorbereitete Conduit, der mit dem Breeders´ Cup Turf 20008 bereits ein ganz „dickes Ding“ an seine fahnen heftete. In den Coral Eclipse Stakes musste er als Dritter Sea The Stars und Famd And Glory den Vortritt lassen, doch für den so enorm speedstarken Engländer dürften die 2000 Meter auch etwas kurz gewesen sein. Mit den King George in Ascot brachte er anschließend ein europäisches Renommier-Rennen auf sein Konto, ist nach erst drei Saisonstarts noch ein sehr frisches Pferd. Mit Stalljockey Ryan Moore verdient Conduit alle Beachtung.

Kaum besser könnte auch die aktuelle Verfassung von Khalid Abdullahs Spanish Moon sein, der allerdings als großer Außenseiter gilt, obwohl er mit dem Prix Foy eine wichtige Arc-Vorprüfung gegen Vision d´Etat gewann.

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