Nun ins Sheema: Das sagt Dettori ?ber den Ex-Deutschen

Katar-Scheich und Treve-Besitzer Joaan Al Thani lässt seine Pferde jetzt nicht mehr unter seinem eigenen, sondern unter dem Namen Al Shaqab Racing laufen. Und so wie sich die Dinge entwickeln, könnte dies in Kürze die Bezeichnung für die dritte Galoppsport-Weltmacht neben Coolmore und Godolphin sein.

Auf dem Weg dorthin war der vergangene Donnerstag ein weiterer Meilenstein. Bevor Mshawish in der Gruppe II-Zabeel Mile in Meydan den Eindruck eines kommenden Gruppe I-Stars hinterließ, ging in Doha in Katar bereits der Gruppe I-Stern des Ex-Deutschen Dubday auf.

Der Fuchs war in seiner neuen Heimat beim dritten Start ungeschlagen geblieben, als er sich erstmals für Al Shaqab Racing und unter dem Stalljockey Frankie Dettori die Emir’s Trophy sichern konnte. Streng genommen hat diese wertvollste Prüfung für englische Vollblüter in Katar allerdings noch keinen internationalen Gruppe I-Status.

Sei’s drum: Während Mshawish in Meydan noch die alten Farben von Scheich Joaan trug, fuhr Dubday den für seinen Besitzer bisher nach dem Arc-Triumph wohl zweitwichtigsten Erfolg in der neuen Al Shaqab-Seide ein. Ebenfalls auf silbergrauem Grund werden die roten Epauletten dort durch goldene Brust-Schnüre ersetzt.

In dieser Jacke äußerte sich Frankie Dettori, nachdem er mit seinem weltberühmten Jump von Dubday abgesessen war: „Das war großartig und besonders für mich in meinem neuen Engagement auf meiner neuen „Heimatbahn“ fantastisch! Ich bin Scheich Joaan so dankbar. Dieser Sieg war ihm sehr wichtig, und ist es für mich ebenfalls.“

Und die lebende Jockey-Legende, die nach dem Godolphin-Aus durch das neue Engagement trotz des verpassten Arc-Siegrittes sofort wieder auf die Füße gefallen ist, weiter: „Als Dubday auf meine Aufforderung reagierte und den Kopf herunter nahm, habe ich gewusst, dass wir noch an den Führenden vorbeikommen würden. Er ist ein richtiger Steher, und wenn er nach Dubai geht, wird er sich dort nicht blamieren.“

Vorausgesetzt, dass Dubday gut aus dem Rennen gekommen ist, darf man sicher davon ausgehen, dass er denselben Weg wie der Vorjahressieger der Emir’s Trophy Very Nice Name (am Donnerstag durch Nasenbluten entschuldigt) vor 12 Monaten einschlägt.

Der wurde in anderen Farben der Al Thani-Herrscherfamilie vor fast 12 Monaten hervorragender Dritter zu St Nicholas Abbey und Gentildonna im Sheema Classic.

Schließlich ist Scheich Joaan gerne in allen größten Pferderennen der Welt dabei, wofür er nun in Gestalt von Ocovango eine weitere Akquise getätigt hat. Dieser bisher für Prince Faisal angetretene vierjährige Monsun-Sohn war zuletzt Vierzehnter im Arc.

Nun hat der weiterhin für Ocovango verantwortliche Andre Fabre den Auftrag, den Gruppe I platzierten Gruppe II-Sieger auf den Dubai World Cup hin vorzubereiten. RaceBets.com hat sämtliche Al Shaqab-Chancen für die World Cup-Nacht natürlich im Langzeit-Angebot:

Dubday steht im Sheema Classic noch 110:10 und taucht damit bereits an sechster Stelle hinter der 45:10-Favoritin Gentildonna auf. Noch vor drei Tagen notierte der Ex-Deutsche bei einem Kurs von 450:10, wurde gestern dann von 250 über 150 dann auf 110:10 heruntergewettet. (Zum Langzeitmarkt) Ocovango steht im World Cup 210:10, für den aktuell Game on Dude bei 60:10 favorisiert wird. (Zum Langzeitmarkt)

Auf einen eigenen Favoriten darf sich Scheich Joaan am 29. März wahrscheinlich auch freuen, denn Mshawish hat nach seiner Gala am Donnerstag bei 60:10 die Führung im Langzeitmarkt für das Duty Free übernommen. (Zum Langzeitmarkt)

Und damit Scheich Joaan nicht den Überblick über demnächst mehr als 100 Startpferde allein in Europa verliert, hat er mit Harry Herbert jetzt auch einen absoluten Fachmann als Racing Advisor verpflichtet. Herbert bleibt nebenbei der Chef der Highclere Thoroughbred-Besitzergemeinschaft (Harbinger, Brunel etc.) sowie der Rennbahn Newbury.

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