Am Sonntag heißt es wieder „Start frei“ im Hasepark! Während in Baden-Baden immer am ersten Sonntag im September mit dem Großen Preis von Baden der absolute Höhepunkt der Großen Woche über die Bühne geht, wird im 538 Kilometer weiter nördlich gelegenen Quakenbrück in der Nähe von Osnabrück stets der einzige Renntag des Jahres abgehalten. Weit über 10.000 Besucher strömen dann auf die traditionsreiche Rennbahn an der Dinklager Straße und der Artländer Rennverein lässt sich stets auch etwas Besonderes einfallen. Dem Veranstalter ist es ganz besonders wichtig, die ganze Familie anzusprechen und somit quasi für einen sonntäglichen Familienausflug zu sorgen (Zur Rennkarte).
Auch in diesem Jahr gibt es wieder den in der Region einmaligen Mix aus vierzehn Galopp-, Trab-, Jagd- und Seejagdrennen gewürzt mit dem nostalgischen Kutschenkorso! Zwei Jagdrennen auf einer deutschen Galopprennbahn, die gibt es sicherlich auch nicht jeden Tag. Aber Quakenbrück bietet zunächst einen Ausgleich U über 3800 Meter an. Als letztes Rennen des Tages steht wie immer traditionell das über 3400 Meter führende Alte Artländer Seejagdrennen mit einer Dotierung von 12.500 Euro an.
Viele Rennsportfreunde werden sich an das vergangene Jahr erinnern, als nach einem dramatischen Endkampf der zwölfjährige Nuevo Leon mit Jan Korpas gegen die damalige „Hinderniskönigin“ Indian Sun hauchdünn die Oberhand behielt. Der von Elfi Schnakenberg trainierte Oldie scheint kaum etwas von seiner Leistungsbereitschaft verloren zu haben. Doch in Bad Harzburg war er ohne Möglichkeiten gegen einen der Stars der Szene geblieben. Stall Nicoles Falconettei gehört zum Besten, was der deutsche Hindernissport derzeit zu bieten hat. „Er ist sicherlich nicht schlechter als Kazzio. Ihm fehlt es als jungem Pferd nur noch etwas an Routine“, bemerkte sein Trainer Pavel Vovcenko. Das ist schon ein Wort, wenn man weiß, dass noch am vergangenen Dienstag sein Trainingsgefährte Kazzio im wichtigsten Jagdrennen Belgiens einen ausgezeichneten zweiten Platz belegte. Natürlich sitzt wie fast immer Cevin Chan im Sattel, der im Vorjahr den zweiten Rang belegte.












