„Derby-Tag“ hieß es am Sonntag im norwegischen Ovrevoll. Und mit am Start im Blauen Band des skandinavischen Landes war mit dem früher von Axel Kleinkorres für den Stall Leon vorbereiteten Domedriver-Sohn Manchester auch ein früher in Deutschland trainiertes Pferd.
Der Dreijährige wirde über Winter nach Norwegen verkauft und ist inzwischen im Stall von Trainer Niels Petersen beheimatet, ging unter dem Schweden Per Anders Graberg als Mitfavorit in das mit 1,1 Millioenen Kronen (ca. 140.000 Euro) dotierte 2400 Meter-Rennen.
Klarer Favorit zu einem Kurs von 25:10 war im Feld von 14 Startern allerdings Without Fear, denn der Schützling von Trainer Arnfinn Lund hatte zuvor bereits die 2.000 Guineas in Norwegen und das Schwedische Derby gewonnen.
Und auch am Sonntag ließ er in Ovrevoll nichts anbrennen, schnappte sich unter Jockey Fredrik Johansson seinen dritten Klassiker. Damit dürfte Without Fear bewiesen haben, dass er der beste Dreijährige in Skandinavien ist.
Eine Länge Vorsprung hatte der Refuse to Bend-Sohn des Stalles Bonne Nuit im Ziel vor dem Zweitplatzierten und bescherte damit seinem Reiter den bereits 29. Derbysieg in einem skandinavischen Land. Den Ehrenplatz belegte eben jener Manchester, der bei seinem ersten Start auf Steherdistanz ein ausgezeichnetes Rennen lief und seinerseits fünf Längen vor dem Dritten, seinem Trainingsgefährten Cawett Cove, blieb.
Die beiden Platzierten landeten bereits zum dritten mal in dieser Saison hinter Without Fear, der – egal auf welcher Distanz – einfach zu stark für die Gegner war.
Mit 1,3 Millionen war der Marit Sveaas Minnelop sogar noch höher dotiert als das Derby, denn es ging in der 1800 Meter-Prüfung schließlich auch um Gruppe III-Lorbeer. Um diesen bewarben sich mit Palermo, Mulan und Alpacco nicht nur mehrere ehemals in Deutschland trainierte Pferde, sondern mit Wido Neuroths Lando-Hengst Sir Lando und Rune Haugens Monsun-Sohn Tertullus auch Pferde mit Vätern aus der deutschen Zucht.
Sie alle konnten jedoch nicht gewinnen, denn als Sieger ging der von Arnfinn Lund trainierte Entangle über die Linie, womit sich ein großer Tag für den Trainer und auch Jockey Fredrik Johannnson abrundete, der auch hier im Sattel saß.
Entangle, der im Vorjahr Zweiter in diesem Rennen geworden war, setzte sich nach hartem Kampf knapp mit einer Nase gegen Sir Lando durch, der seinerseits mit eineinhalb Längen vor Bank of Burden blieb.
Für Entangle war es beim 21.Start bereits der 13. Sieg, wobei er neun dieser Erfolge in Ovrevoll feiern konnte. Er entstammt der Zucht des englischen Cheveley Park Stud und ist ein Pivotal-Sohn.
Bester Ex-Deutscher war auf dem fünften Platz der Kalatos-Sohn Palermo, Zehnter wurde Mulan, und als zwölftes der 13 gestarteten Pferde kam Alpacco über die Linie. Ebenfalls ohne Siegchance war Tertullus, der Achter wurde.









