Noch Fragezeichen um Hurricane Run in King George

Mit den King George and Queen Elizabeth Diamond Stakes steht am kom­men­den Samstag ein Gruppe I-Rennen im englischen Ascot auf dem Pro­gramm, das zu den „Diamanten“ im internationalen Rennkalender zählt. Dement­spre­chend namhaft ist dann auch immer die Starterliste für diese 2400 Meter-Prü­fung, in der 750.000 Pfund oder 1.086.957 Euro zu verdienen sind.

Nur fällt dieses Monstrerennen in den Sommer, eine Jahreszeit, die für Pferde des französischen Trainers Andre Fabre eigentlich nie zur Debatte stand.

Doch ge­nau dieses Rennen hatte der Abonnement-Champion für Hurricane Run (Foto), den Triumphator im letztjährigen Arc ausgesucht. Doch nun kommen ihm Zweifel, ob er seinen Crack bei diesen Verhältnissen aufbieten soll, fürchtet eine Nie­derlage und damit Reputationsverlust.

Angesagt haben sich für die Prüfung u. a. der japanische Star Heart’s Cry und Electrocutionst, Sieger im Dubai World Cup, für den der Godolphin Stall aller Wahrschein­lich­keit nach nur einen der beiden möglichen Pacemacher (Cherry Mix und Belenus) einsetzen wird, so dass wohl nur sieben Pferde und damit das kleinste Feld seit 1970 an den Start gehen werden.

Fabre hat zudem noch ein anderes Problem zu lösen, nämlich die Frage nach dem Reiter. Sollte Kieren Fallons Einspruch gegen seine auf Eng­land (und auch Teile der USA) beschränkte Sperre am Donner­stag keinen Er­folg haben, muss er sich auch noch auf die Suche nach einem adäquaten Er­satz­reiter begeben.

Sollte Hurricane Run am Samstag antreten, wäre er Fabres erster Starter iin diesem Rennen seit elf Jahren und der insgesamt fünfte überhaupt. „Die King George Stakes sind eines der größten Rennen der Welt. Da Hurricane Run be­reits den Arc gewonnen hat, wollte ich ihn auch in Ascot aufbieten. Er ist auf weichem und schwerem Boden erprobt, so dass ich mir Regen vor dem Ren­nen wünschen würde“, äußerte der Trainer.

Auf die Frage, ob Hurricane Run, der kürzlich im Grand Prix de Saint-Cloud als 12:10-Favorit eine völlig uner­war­tete Niederlage einstecken musste, sich wieder in der Arc-Form befinde, antwortete Fabre: „Ich denke schon, doch sind es zwei verschiedenene Ren­nen mit unterschiedlicher Gegnerschaft, außerdem müsste er diesmal reisen, was beim Arc nicht der Fall war.“

Auch wenn am Wochenende der Fabre-Stall zwei Enttäuschungen, Grand Vista (Prix Robert Papin) und Apsis (Prix Messidor), hinnehmen musste, spricht noch keiner von einer Krise, doch wurden die Ergebnisse natürlich auch international notiert.

Während Ouija Board definitiv nicht starten wird und die Nassau Stakes ansteuert (auch eine mögliche Nachnennung von 70.­000 Pfund wurde verworfen), werden Soapy Danger, Sieger in den Princess of Wales’s Stakes, Maraahel, erfolgreich in den Hardwicke Stakes, Enfor­cer und Heart’s Cry neben Electrocutionist und einem seiner beiden Führpferde als sichere Star­ter erwartet.

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