„The race that stops a nation“ wird am 5. November Australien lahmlegen, wenn auf der Rennbahn Flemington mit dem Melbourne Cup das höchstdotierte Handicap der Welt entschieden wird. Am Dienstag wurden dafür 135 Pferde eingeschrieben, die um insgesamt sechs Millionen australische Dollar kämpfen sollen, was umgerechnet fast 4,2 Millionen Euro entspricht.
Gut die Hälfte davon wird nach 3.200 Metern und vor etwa 100.000 Zuschauern der Sieger kassieren, der im Vorjahr Green Moon hieß. Den Montjeu-Sohn hatten die Aussies in England erworben, vorher und seitdem haben Dutzende weitere Pferde aus aller Herren Länder mit Fernziel Melbourne Cup den Weg nach Down Under gefunden.
Green Moon war nach einer Pause zweimal im aktuellen australischen Frühling am Start und dabei auf Gruppe I-Niveau Fünfter und Neunter. Das waren über kurze Distanzen aber wohl nur Aufbaurennen, so dass er weiterhin zur großen Gruppe der chancenreichen Außenseiter gezählt wird.
210:10 lautet das Angebot auf ihn auf RaceBets.com, wo wie in wohl allen globalen Langzeitmärkten nun Fiorente und damit ein Monsun-Sohn bei 70:10 favorisiert wird. Der Ex-Engländer wurde im Vorjahr um eine Länge geschlagen Zweiter von 24, hat Mitte September auf Gruppe II-Level gewonnen und war am vergangenen Samstag vor Ort als Gruppe I-Vierter nur minimal geschlagen.
Der Sieger hieß dort Happy Trails, der einen Kopf vor Puissance de Lune gewann. Letzterer wurde für den ersten Dienstag im November wochenlang favorisiert, ist nun aber auf 90:10 gestiegen und damit co-zweiter Favorit gemeinsam mit Hawkspur.
Dieser in Australien gezogene Wallach war am Samstag Fünfter geworden und einen kurzen Kopf hinter Fiorente im Ziel, der seinerseits nur einen Kopf Rückstand auf den drittplatzierten Fawkner hatte.
Wer das Rennen am Samstag live gesehen hat weiß, dass Hawkspur als moralischer Sieger angesehen werden kann, denn er hatte sich auf der Geraden innen rettungslos festgefahren und kam händevoll erst wieder frei, als die Entscheidung gefallen war.
In den Farben von Green Moon konnte der in Deutschland geborene ehemalige O’Brien-Ire Seville am letzten Samstag auf Gruppe I-Parkett in Randwick triumphieren und steht auf RaceBets.com nun 210:10. Seine Besitzer haben mit dem Ex-Engländer Sea Moon bei ebenfalls 210:10 noch einen weiteren ernsthaften Anwärter genannt.
Sea Moon hatte sich am Samstag in Flemington auf Listen-Ebene mit einer Nase Vorsprung gegen den Ex-Ittlinger Araldo durchgesetzt, der nach Protest zum Sieger erklärt wurde.
Der Ex-Deutsche trug dort aber sechs Kilogramm weniger und muss in den kommenden Wochen eine weitere Topform abliefern, denn sein aktuelles Rating wird vielleicht nicht zur Teilnahme langen. Auch deshalb steht er 1010:10. Die Sport-Welt berichtet über einen möglichen Auftritt im Caulfield Cup am 19. Oktober, dafür bietet ihn RaceBets.com für 410:10 an, während Hawkspur bei 45:10 als Favorit blinkt. (Zum Langzeitmarkt)
Das Problem mit einem zu niedrigen Ranking besteht beim Zweiten des Deutschen Derbys Tres Blue nicht, denn er ist als Gruppe II-Sieger aus Frankreich abgereist. Er steht 210:10, während für die nach ihrem beeindruckenden Gruppe I-Treffer im irischen St. Leger ebenfalls nach Australien gewechselte Ex-Irin Volseuse de Couers für 150:10 gewettet werden kann. (Video ansehen)
Als größte europäische Hoffnung wird bei 130:10 der Engländer Mount Athos eingeschätzt, der im Vorjahr gut drei Längen geschlagen auf Rang fünf endete und zuletzt in Goodwood Listen-Zweiter werden konnte. Die wertvollere letzte Form kann somit Aga Khans Französin Verema als frische doppelte Gruppe II-Siegerin vorweisen, so dass die 170:10 für sie eine Überlegung wert sein könnten. (Zum Langzeitmarkt)













