Nightflower und Moonee Valley im Prix de Diane

18 dreijährige Pferdedamen waren am Donnerstag noch für den am Sonntag in Chantilly gelaufenen Prix de Diane startberechtigt. Eine italienische, zwei deutsche und zwei englische Stuten treffen auf die Creme des französischen Jahrgangs (Zum Langzeitmarkt).

Peter Schiergen schickt Stall Nizzas Nightflower unter Andrasch Starke ins Rennen, am Pfingstsonntag souveräne Siegerin des Hoppegartener Diana-Trials (Gr. III). Nun versucht es die Dylan-Thomas-Tochter ihrer Mutter Night Of Magic nachzutun, die 2009 für Trainer Horst Steinmetz und den Stall Nizza klassischen Lorbeer einheimste, als sie in Mailand die Oaks d´Italia gewann. Peter Schiergen schickt seine Stute mit Mumm nach Chantilly: „Wir brauchen uns nicht zu verstecken, sonst würden wir auch nicht laufen. Das Rennen zu gewinnen wird schwer, aber wenn wir dritter oder vierter werden, dann sind wir sehr zufrieden.“

Zweite deutsche Starterin ist die von Mario Hofer trainierte Aqlaam-Tochter Moonee Valley, die vergangenen Herbst mit einem Gruppe-III-Sieg in Deauville für Aufsehen sorgte. In dieser Saison zeigte sie sich nach ihrem neunten Platz zum Auftakt Mitte Mai als Gruppe-III-Vierte nicht unwesentlich gesteigert, wobei sie fast allen Gegnerinnen zwei Kilo geben musste und nur eine gute Länge hinter der Siegerin Little Nightingale den Pfosten passierte. Mehr als eine kleine Platzchance wird man ihr in dem absehbaren Klassefeld aber auch realistisch nicht einräumen können.

Auch die beiden englischen Gäste werden nicht ohne Ambitionen anreisen: John Gosden schickt mit Star Of Seville nach Chantilly. Mick Channons Malabar hingegen war Vierte in den englischen und Achte in den irischen Guineas und muss nun erstmals nachweisen, dass sich auch weiter als die Meile kann.

Die Favoritinnen der Prüfung kommen aber alle aus französischen Ställen. Freddie Head sattelt Queen´s Jewel für die Gebrüder Wertheimer, die Pivotal-Tochter siegte am Pfingstsonntag souverän im zur Gruppe I zählenden Prix Saint-Alary mit drei Längen und ließ dabei unter anderem Michael Figges gute Olorda stehen. Alain de Royer-Duprés für den Aga Khan trainierte Kataniya unter Christophe Soumillon hatte sich erst vor zwei Wochen – am französischen Derbysonntag von Chantilly – im über 2400 Meter führenden Prix de Royaumont durchgesetzt. Damals wurde André Fabres Starterin Ame Bleue Dritte, die hier als einzige Vertreterin ihres großen Stalles nur als Außenseiterin ins Rennen gehen wird.

Mikel Delzangles wirft für die Familie Wildenstein die frische Gruppe-III-Siegerin Little Nightingale ins Rennen, die bei ihrem jüngsten Sieg auch Hofers Mooney Valley schlug. Mit Jean-Claude Rougets für Gérard Augustin-Normand trainierter Mojo Risin tritt eine wenig geprüfte und hoch gehandelte Listensiegerin den Weg nach Chantilly an. Nicht uninteressant sind auch die am Donnerstag beiden nachgenannten Stuten: Die von Henri-Francois Devin trainierte Course-B-Siegerin Physiocrate und die hinter dieser zweitplatzierte, mittlerweile von Pascal Bary trainierte Sholokhov-Tochter Desiree Clary. Im vergangenen Herbst war die von Brigitta und Bernhard Matusche deutsch gezogene Stute knapp geschlagene Zweite im Preis der Winterkönigin, damals noch von Waldemar Hickst für den Stall Carpe Diem trainiert.

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