Der Kölner Preis von Europa ist einer der Traditionstitel im Weidenpescher Park. Seit 1963 steht die Gruppe I-Prüfung alljährlich zur Austragung. Seit dem ist es erst vier Pferden gelungen das Rennen zweimal oder wie im Falle von Anilin (1965-1967) sogar dreimal in Serie zu gewinnen. Einer Stute war dieses Kunststück sogar noch nie vergönnt.
Und so hat die von Peter Schiergen für den Stall Nizza trainierte Nightflower (Andrasch Starke) am Sonntag eine wahrlich historische Gelegenheit, sich ihren Platz in den Geschichtsbüchern des deutschen Turfs zu sichern (Zum Langzeitmarkt). Nach einem ganz starken Laufen um Großen Preis von Baden hinter Sieger Iquitos zählt die Dylan Thomas-Tochter und aktuelle Galopperin des Jahres zum Kreis der Favoriten in der mit 155.000 Euro dotierten Gruppe I-Prüfung über 2400 Meter (Zum Video). „Sie arbeitet gut und befindet sich in einer blendenden Verfassung“, so Peter Schiergen. Aber auch Hans-Jürgen Gröschels Iquitos (Ian Ferguson) muss man nach seinem Iffezheimer Triumph wieder auf dem Zettel haben. Er wird wohl als Favorit seine Startbox verlassen und versuchen gleich den nächsten Big Point einzufahren.
Aber auch die gerade im T. von Zastrow-Stutenpreis erfolgreiche Parvaneh (Waldemar Hickst/Antoine Hamelin) (Zum Video) und die Diana-Siegerin Serienholde (Eduardo Pedroza) (Zum Video) aus dem Rennstall von Andreas Wöhler sind brandgefährlich. Der Ravensberger Trainer ist zudem mit dem nachgenannten Red Cardinal (Marc Lerner) vertreten. Eigentlich hätte der Montjeu-Sohn schon auf dem Weg nach Australien sein müssen, wo er am 1. November im Melbourne Cup starten soll, doch nach einem Infekt konnte er die notwendige Quarantäne in England nicht antreten. Der Australien-Plan steht allerdings noch und sein Betreuer lässt „Mumm“ erkennen.
Ein weiterer interessanter Starter ist Andreas Löwes Molenhofer Sirius (Andreas Helfenbein). Der Dashing Blade-Sohn belegte im Vorjahr den zweiten Platz hinter Nightflower. Er mag seine Heimatbahn und ist durchaus auf einem vorderen Platz vorstellbar. Filip Minarik wird sich am Sonntag das Godolphin-Blau überziehen. Er erhielt den Ritt auf Saeed bin Suroors Elite Army. Schon dreimal war Godolphin im Preis von Europa vorne. Zuletzt gewannen sie 2011 mit Campanologist, davor siegten Mamool (2003) und Kutub (2001). Komplettiert wird das Feld durch die in Köln sehr beliebte Röttgener Stute Kasalla (Markus Klug/Adrie de Vries). Zuletzt musste sich die Soldier Hollow-Tochter Parvaneh in Iffezheim geschlagen geben.
Mehr zum Preis von Europa und dem gesamten Kölner Renntag lesen Sie in der nächsten „Sport-Welt“, die am Freitag erscheint.
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