Zwei Monate sind vergangen, seitdem Night of Magic (Foto) mit ihrem Sieg in den Oaks d‘ Italia nicht nur ihren ersten Sieg in einem klassischen Rennen, sondern auch für den größten Treffer eines in Iffezheim trainierten Pferdes in der Saison 2009 gesorgt hatte. Als die Nachricht vom Triumph auf der Mailänder Bahn nach Iffezheim, das gerade sein Frühjahrs-Meeting mit dem Großen Preis der Badischen Unternehmen als Hauptprüfung abschloss, durchgedrungen war, gab man sich richtig stolz.
Verständlich, war dies doch die beste Werbung für den Trainingsstandort im Badischen, der in den letzten Jahren eine stetige Aufwärtsentwicklung genommen und mit Horst Steinmetz einen Zugang aus Neuss erhalten hat, der für gute und erfolgreiche Arbeit steht, wozu nicht zuletzt Night of Magic ihren Beitrag lieferte. 200.000 Euro gab es damals in Italien als Siegbörse, ein Betrag, die hierzulande lediglich noch von der im Deutschen Derby übertroffen wird.
Am Sonntag bietet sich der von Peintre Celebre, dem französischen Derby- und Arc-Sieger von 1997, stammenden Stute die Chancen auf noch mehr Geld, denn im Prix Eugene Adam, ein Gruppe-II-Rennen für Dreijährige, das auch als Grand Prix de Maisons-Laffitte gelaufen wird, warten 228.000 Euro für den Siegfall.
Viel Geld, viel Ehr‘ – verständlich, dass für eine derartige Prüfung Hockkaräter des Jahrgangs 2006 genannt wurden. Night of Magic startet nicht nur als einziges deutsches Pferd, sondern auch einzige Stute im Feld, die den Kampf gegen die Hengste aufnimmt. Die Pause hat sie sehr gut genutzt, meint der Trainer.
Er betrachtet die 2000-Meter-Strecke und die gerade Bahn als passend, da durch die Teilnahme englischer Pferde für eine moderate Pace gesorgt werde und es nicht zu den so typischen „französischen“ Rennen komme, wo zunächst gebummelt und auf den letzten vierhundert Meter Gas gegeben wird.
„Selbstverständlich sitzt Mirco Demuro im Sattel der Stute, schließlich hat er seine Sache in Mailand ja ausgezeichnet gemacht“, erklärt Horst Steinmetz, der auch die dort angewandte Taktik des Wartens wieder präferiert. „Sie soll aus der Reserve geritten werden, allerdings nicht so extrem wie in Mailand“, lautet die Vorgabe.
Bezüglich des Bodens macht sich der Nestor der Iffezheimer Trainer kein Kopfzerbrechen, denn „die geht auf jedem Boden. Normalen Boden werden wir ja wohl haben, zumindest lässt die Wettervorhersage darauf schließen, doch auf die kann man sich auch nicht immer verlassen“, so der Trainer, der sich am Sonntag morgen auf die Reise nach Paris begibt, während die Stute einen Tag zuvor in Richtung Paris geschickt wird.
Wann er zufrieden wäre? „Wenn sie gut läuft. Es sind keine 100-kg-Pferde nach deutscher Rechnung, sondern 94-95 kg-Pferde dabei. Wenn sie unter denen den vierten oder fünften Platz erreicht, wäre das super“, meint Horst Steinmetz, der natürlich nichts gegen einen Sieg hätte, aber auch nicht die starke Konkurrenz verkennen will.










