Nigel Twiston-Davies: „Die BHA hat überreagiert“

Die Equine Influenza hält aktuell nicht nur den englischen Rennsport in Atem. Nach dem Ausbruch der Krankheit werden auf der Insel bis 13. Februar keine Rennen entschieden. Hunderte Rennställe sind geschlossen worden, Trainieren ist aktuell nicht möglich.

Nun hat sich Nigel Twiston-Davies zu Wort gemeldet und sprach gegenüber der Racing Post von einer „Überreaktion“ seitens der British Horseracing Authority (BHA). „Wenn Pferde die Influenza haben, dann werden Sie einfach krank, aber nicht so krank, sie haben eine laufende Nase und erhöhte Temperatur“, so der Trainer am Samstag. „Ich bin der Meinung, dass jeder Trainer Pferde mit derartigen Symptomen in seinem Stall hat.“ In ein ähnliches Horn stieß Michael Andree mit dem wir am Rande der Hengstpräsentation in Schlenderhan über dieses Thema gesprochen haben.

„Es ist schon eine Überreaktion. Gefährlich ist die Krankheit vor allem für Fohlen. Für Rennpferde, die die Influenza haben, besteht die Gefahr vor allem darin, sie wieder zu früh zu trainieren, also ehe die Krankheit abgeklungen ist“, so Andree und verweist darauf, dass Grippewellen – auch beim Menschen – immer wieder auftreten. Derweil sind beim Animal Health Trust in Newmarket mehr als 2.000 Proben eingegangen, die nun ausgewertet werden. Bislang ist dies bei rund 700 der Fall. „Wir hoffen am Ende in einer besseren Position zu sein, um die Ergebnisse zu verstehen und zu analysieren“, sagte Brant Dunshea von der BHA.

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