Nichts zu frohlocken: Flori nur Letzter, Thomas imponiert

Der Gang in die Höhle des Löwen stand am Samstag für das aktuell beste deutsche Pferd über 2400 Meter an. Man wagte den Sprung in die King George VI and Queen Elizabeth Stakes in Ascot, in eine der renommiertesten Gruppe I-Prüfungen auf dem Globus. 743.191 Pfund standen über diesem 2400 Meter-Kracher.

Und der von Sascha Smrczek für den Stall Reni vorbereitete Prince Flori wollte nach seinen ausgezeichneten Leistungen in dieser Saison auch in diesem Top-Event bestehen.

Doch dieses Unternehmen war nicht von Erfolg gekrönt. Zwar hatten die Wetter auf der Paradebahn den Hengst aus Deutschland durchaus berücksichtigt, ca. 110:10 betrug der Kurs auf den Prinzen im kleinen Siebenerfeld, doch schon im Schlussbogen konnten seine Anhänger ihre Hoffnungen auf die Sensation begraben.

Jimmy Fortune, der Prince Flori sofort an zweiter, dritter Stelle innen gut postiert htte, musste zu diesem Zeitpunkt mächtig arbeiten, um die Position zu halten. Und schon vor Erreichen der Geraden war der Gast aus Düsseldorf auf dem Rückzug. Auch der bis dahin führende Scorpion bekam ersichtliche Schwierigkeiten, dafür rückte Hamdan Al Maktoums Maraahel in bester Haltung auf, und Dylan Thomas wurde immer zwingender, gemeinsam mit Youmzain.

Im Einlauf konnte sich Prince Flori nicht mehr halten, wurde ebenso wie Scorpion rasch überlaufen. Kurz besaß Maraahel alle Möglichkeiten. Aber als John Murtagh an der Innenkante Dylan Thomas (Foto) einsetzte war sofort klar, wer der ‚King‘ in den King George sein würde.

Innerhalb weniger Galoppsprünge spurtete der von Aidan O´ Brien trainierte Crack, der im Vorjahr das Derby Irlands gewonnen hatte, wegen des weichen Bodens aber lange Zeit als fraglicher Starter für Ascot galt, davon, canterte förmlich zum Mega-Sieg.

Youmzain, der Europa-Preis-Sieger von 2006, endete sehr gut, hatte den Ehrenplatz früh sicher, während Maraahel Godolphins Laverock knapp für Rang drei in Schach hielt. Scorpion, als Co-Favorit angetreten, enttäuschte als Fünfter vor Sergeant Cecil, der nie von hinten wegkam und nur noch den austrudelnden Prince Flori passierte.

Siebter und Letzter wurde unser Ass, blieb damit weit unter seinen Möglichkeiten. Jubeln durfte diesmal ganz andere, die Fans des Favoriten Dylan Thomas, der noch viel vor sich haben dürfte.

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