Acht Rennen und eine Championatsehrung erwarten die Besucher am Finaltag einer ereignisreichen Turfsaison am Neusser Hessentor.
Wenn die Championatsehrung im Anschluss an die sechste von acht Tagesprüfungen vorgenommen wird, dann ist das Kommen zum Hessentor Pflicht. Eine liebgewonnene Tradition bei hoffentlich guten äußeren Bedingungen. Kein Geringerer als die lebende Turflegende Hein Bollow, der jüngst noch seinen 90. Geburtstag feierte, wird die Champions der Turfsaison 2010 ehren. Und da wird sicher auch der Rahmen stimmen, nämlich vor einer gut besuchten Kulisse kurz vor dem Jahreswechsel.
So war es jedenfalls stets in den vergangenen Jahren. Vieles spricht gegen ein Entscheidung im toten Rennen wie sie im letzten Jahr zwischen Andreas Wöhler und Christian Freiherr von der Recke bei den Trainern stattgefunden hat, denn der Weilerswister feuert Rennen für Rennen am Finaltag 2010 aus allen Rohren. Gut möglich, dass der erstmals seit acht Monaten wieder zum Einsatz kommende Andreas Suborics zum entscheidenden Punktelieferant mit seinen drei Ritten avanciert.
Bereits in der einleitenden Prüfung kommen die Amateurrennreiter zu ihrem Recht, wobei vieles für Kirsten Schmitt mit dem England-Import Bergonzi spricht. Der Amateurchampionesse gelingt zur Zeit einfach alles. Aber Vorsicht, auch Nareion, einer von sieben Startern des Deckhengstes Areion (will Sholokhov, der mit den zwei Startern Almoni und Florentinerin noch vertreten ist, an der Spitze ablösen), sollte eine scharfe Klinge schlagen.
Im dritten Rennen spricht vieles für einen Dreikampf zwischen der 82-Kilo-Stute Genovesa und dem schon durch eine gute Zweijährigenleistung empfohlenen Imasci. Aber auch die Debütantin Montanita, eine Fährhoferin, deren gute Arbeitsleistungen schon einen Hinweis wert sein sollten, kann den Gemeinten ein Schnippchen schlagen.
Dagegen könnte Galoppclub Deutschland-Hoffnung Weststern wieder einen wichtigen Treffer im Championatskampf für Trainer Christian von der Recke landen. Während Burma Gold anschließend das Ruder wieder zugunsten von Peter Schiergen herumdrehen sollte.
Gute Chancen hat auch die Briefmarke Primera Vista im mittleren Handicap, der, wenn der Wallach durchzieht, für Stadtwald-Trainer Mario Hofer und dessen Trainertochter im Sattel ein ganz heißes Eisen im Feuer sein dürfte.
Nicht zu vergessen eine mit 10.000 Euro ausgelobte Wettchance des Tages, in der die Wetter mit 15 Alternativen mal wieder die Qual der Wahl vor Augen haben. Der Ebbesloher Nardo scheint nach dem zuletzt gezeigten Eindruck vor einem Durchmarsch zu stehen, jedenfalls wird der Lomitas-Sohn einigen Anhang im www. Racets.com-Cup, der Wettchance des Tages auf sich vereinigen können.
Und bleibt die Frage nach dem finalen Sieger 2010 auf der Neusser Sandbahn. Hier macht sich vielleicht Seriensieger Absolom auf, seinen sechsten Saisontreffer zu landen. Er wäre jedenfalls für die junge Sarah Hellier ein krönender Jahresabschluss mit dem sechsjährigen Fuchs-Wallach, der seinem Umfeld so viel Freude bereitet.










