Empoli triumphiert im Preis von Europa

Vier Pferde waren für den 52. Preis von Europa, das mit 155.000 Euro dotierte Gruppe I-Rennen über 2400 Meter, dem Höhepunkt der Kölner Turfsaison, nachgenannt worden. Und für einen aus diesem Quartett, nämlich den von Peter Schiergen für Valentin Bukhtoyarov und Evgeny Kappushev trainierten Empoli, hatte sich das auch richtig gelohnt, denn der vierjährige Halling-Sohn aus der Zucht des Gestüts Ebbesloh, der im Feld von elf Pferden (Nymphea und Open your heart waren am Morgen abgemeldet worden) neben Night Wish, Wild Chief und Amazonit das einzige Pferd im Feld war, das noch nie ein Grupperennen gewonnen hatte, setzte sich unter Adrie de Vries nach einem packenden Finish als 113:10-Außenseiter gegen den lange führenden, und sich lange wehrenden Wöhler-Schützling Earl of Tinsdal durch (Video ansehen)“>Zum Video).

Dieser legte an der Spitze immer wieder zu, beim vierten Versuch in dem Kölner Gruppe I-Rennen sah es lange nach seinem ersten Sieg in dieser Prüfung aus, zumal Adrie de Vries mit Empoli auch noch die Spur wechseln musste. Doch auf den letzten Metern bis zum Ziel wurde Empoli immer druckvoller und kam noch mit einer halben Länge Vorsprung an Earl of Tinsdal vorbei, hinter dem der stark endende Night Wish an der Außenseite Dritter wurde, und damit seine Platzierung aus dem Großen Preis von Baden bestätigte. Vierter wurde der wirklich stark laufende Girolamo, ein Zuchtgefährte des Siegers. Es war also auch ein totaler Triumph der älteren Pferde über den Derbyjahrgang, aus dem als bester Teilnehmer der immer mitmischende Wild Chief auf den fünften Platz vor Papagena Star und dem enttäuschenden Guardini kam, der als Favorit ins Rennen gegangen war, aber nie in prominenter Position auszumachen war.

„Er ist ein Pferd mit viel Charakter, aber kann sehr viel“, so Siegjockey Adrie de Vries nach dem Rennen. „Wenn bei ihm alles passt, auch vom Rennverlauf her, dann ist er für ein solches Rennen gut genug. Nun, wo die Form da ist, könnte er noch im Canadian International in Woodbine, oder in Hong Kong laufen“, ergänzte Trainer Peter Schiergen nach dem Rennen. Im vergangenen Jahr war Empoli im Preis von Europa hinter Meandre mit einem Kopf geschlagen als Zweiter über die Linie gekommen, dann aber wegen Behinderung von Earl of Tinsdal hinter diesen auf den vierten Platz gesetzt worden.

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