Nur fünf Pferde kamen im Dr. Busch-Memorial im Krefelder Stadtwald, dem ersten Gruppe-Rennen der Saison für den Derbyjahrgang, an den Start. Aber trotzdem gab es einen dramatischen Rennverlauf, der Sieger konnte erst nach Zielfotoentscheid ermittelt werden, denn zwischen Liang Kay und seinem Winterfavorit-Bezwinger Precious Boy war es ganz eng.
Schützenjunker, die zweite Waffe von Uwe Ostmann, hatte zunächst für die Pace gesorgt, kam auch als Erster in den Einlauf. Dichtauf war aber bereits der 18:10-Favorit Precious Boy, der mit Adrie de Vries auch sofort zum Angriff schritt.
In Lauerposition war knapp dahinter auch Liang Kay, doch saß der von Terry Hellier gerittene Dai Jin-Sohn hinter Schützenjunker und Precious Boy zunächst etwas in der Zwickmühle.
Da sein Jockey ihn erst auf freie Bahn bringen musste, konnten sich Schützenjunker und Precious Boy wieder etwas von ihm freimachen. Doch als der Weg frei war, packte Liang Kay (36:10) in der Manier eines Klassepferdes an, kam Meter um Meter näher an die beiden vorderen Pferde heran.
Doch auch Precious Boy, der sich vor dem Start ein Eisen abgetreten hatte und neu beschlagen werden musste, zog immer wieder an, auf der Linie war es höllisch eng. Das Zielfoto wies jedoch einen Vorteil von einem kurzen Kopf für Liang Kay aus, bis zu Schützenjunker war es dann auch nur eine dreiviertel Länge, der Rest folgte dann bereits mit großem Abstand.
‚Ich bin sehr glücklich. Liang Kay hat heute auch gezeigt, dass er stehen kann. Wenn er nicht festgesessen hätte, hätte er leichter gewonnen. Auch mit Schützenjunker bin ich zufrieden, es war geplant, mit ihm vorne zu gehen. Beide Pferde gehen jetzt ins Mehl-Mülhens-Rennen‘, so Uwe Ostmann.
Dort wird es dann zur großen Revanche kommen, denn auch Precious Boy, der seine erste Niederlage hinnehmen musste, wird in den 2.000 Guineas starten. ‚Ich weiß nicht, ob es eine entscheidende Rolle gespielt hat, dass er neu beschlagen werden musste. Der Rennverlauf war für ihn optimal, so Trainer Waldemar Hickst.










