„Gemessen an der Bedeutung des Rennens könnte es unterdurchschnittlich besetzt sein“, so äußerte sich der englische Trainer Mark Johnston gegenüber der englischen Fachpresse über die am Samstag anstehenden King George VI Stakes in Ascot. Und deshalb hat er auch vor, seinen Außenseiter Universal in die Gruppe I-Schlacht zu werfen.
„Ich unterschätze die Größe der Aufgabe nicht, das ist sicher. Mit seinem aktuellen zweiten Gruppe II-Erfolg im Rücken drängt er sich aber für einen Gruppe I-Versuch auf. Er scheint weiterhin im Aufschwung zu sein und mit dem King George-Start haben wir schon länger geliebäugelt.“
In der Entscheidung, es mit Universal auch wirklich zu versuchen und die Qualität der Teilnehmer zu relativieren, hat Johnston sicherlich der kurzfristige Ausfall des Top-Favoriten St Nicholas Abbey bestärkt.
Der Ire hat sich am Dienstag einen Fesselbruch zugezogen, an dem er am Mittwochmorgen operiert werden sollte. Über den Verlauf des Eingriffs war bis Mittwochnachmittag noch nichts bekannt geworden.
Universal ist vier Jahre alt und erst in dieser Saison auf Gruppe-Niveau vorgestoßen. Der erste Versuch auf dritthöchstem Level endete im April sofort mit einem Sieg, dem Anfang Mai sofort der erste Gruppe 2-Triumph folgte, allerdings nur gegen drei Gegner.
Im Juni stand dann Royal Ascot für den Dubawi-Sohn auf der Agenda, wo er sich als deutlich distanzierter Gruppe II-Dritter auch ordentlich verkaufte. Obwohl der zuvor noch bezwungene Dandino diesmal vor ihm war und zu Thomas Chippendale Zweiter wurde, der dann beim Auscantern einem Aorta-Abriss erlag.
Wie immer auch in Ascot sowie zuletzt ging Universal das Rennen sehr offensiv an, als er am 11. Juli in Newmarket leicht sein zweites Gruppe II-Rennen gewann. Daraufhin war das irische St. Leger im September als nächstes Ziel ins Auge gefasst worden, aber in die recht lange Pause bis dahin schiebt man nun die King George ein.
Der früher auch öfter in Deutschland tätige Ex-Jockey Bruce Raymond ist der Racing Manager seines Besitzers Abdula Al Mansoori und hat wie der Trainer ebenfalls Mumm auf den Fuchs: „Der Hengst braucht unbedingt eine extrem schnelle Bahn, die einigen Gegnern bestimmt nicht so behagt wie ihm.“
Der Boden in Ascot ist aktuell trotz leichter Gewitterschauer gut bis fest. Diese sollen in der Region auch in den kommenden Tagen niedergehen, doch ob sie ausgiebig genug sind, um den Boden signifikant aufzuweichen, ist fraglich.
Universal wird international als Außenseiter gehandelt, dessen Festkurs nach dem Ausfall des Voraus-Favoriten aber wie natürlich auch auf RaceBets.com auf 210:10 gesunken ist. Damit rangiert er bereits an co-sechster Stelle im Langzeitmarkt, so dass sein Auftritt am Samstag also nicht vermessen erscheinen muss (Zum Langzeitmarkt).












