Nach Fabiola punktet auch Scalos Halbbruder Stromberg

Gleich drei Prüfungen für den Derby-Jahrgang wurden am Ostersonntag in Berlin-Hoppegarten entschieden. Die beiden ersten sahen die Farben des Gestüts Ittlingen vorne, als zunächst Fabiola die Stutenprüfung nach einer packenden Partie gegen Magnolie gewann und anschließend Scalos Halbbruder Stromberg in feiner Manier zum Zuge kam.

Erst nach einen langen und spannenden Auseinandersetzung siegte die von Andreas Wöhler trainierte und von Eduardo Pedroza gesteuerte Fabiola (33:10) gegen die aus dem Asterblüte-Stall entsandte Magnolie. Dritte wurde Directa Princess, bis zur viertplatzierten und favorisierten Proutella war der Abstand bereits respektabel (Video ansehen).

Die Ittlinger Medicean-Tochter Fabiola, eine Halbschwester der 93-Kilo-Stute Felicity, schien in der Distanz von Magnolie in die Knie gezwungen, doch dann bäumte sich die Ittlingerin noch einmal entscheidend auf und passierte als knappe Kampfsiegerin in dieser über 1800 Meter führenden Stutenprüfung, die ungeprüfte Stuten ansprach, die Linie.

Auch eine halbe Stunde später waren in der zweiten Dreijährigen-Prüfung in Hoppegarten die Ittlinger Couleur tonangebend. Das mit Spannung erwartete Debut von Scalos Halbbruder Stromberg stand natürlich im Focus dieser Meilenprüfung (Video ansehen).

Nach einem Rennen aus der Reserve rollte Stromberg (Foto) das Feld in lockerer Manier an der Außenseite auf und gewann ganz souverän gegen den ebenfalls debutierenden Röttgener Dragoslav. Dritter wurde der Hoppegartener Lokalmatador Ratisbona. Auch Stromberg wird von Andreas Wöhler trainiert, Eduardo Pedroza war erneut der Siegreiter und Medicean zeichnete erneut als Vater des Siegers.

Der Sieger und Halbbruder des aktuellen ‚Galopper des Jahres‘ Scalo dürfte nach dem Eindruck seines Erfolges sicherlich vor einer sehr guten Zukunft stehen. Eduardo Pedroza meinte nach dem Rennen: ‚Stromberg ist ein phlegmatischer Bursche, wir waren uns nicht ganz sicher, ob es gleich beim ersten Mal zum Sieg reichen würde. Aber er hat es gleich geschafft, obschon er sich noch unreif zeigte. Wir werden ihn Schritt für Schritt an größere Aufgaben heranführen.‘

Allgemein wurde erwartet, dass das Wöhler/Pedroza-Team auch die dritte Tagesprüfung für den Derby-Jahrgnag gewinnen würde. Auf 13:10 war Navajo Storm nach seinem guten Jahresdebut hinter Mawingo heruntergewettet worden. Doch der kochend heiße Favorit fand in den aus Hannover von Jans-Jürgen Gröschel aufgebotenen Polish Vulcano seinen Meister.

Mit Wladimir Panov im Rennsattel erwies sich Rennstall Darbovens Lomitas-Sohn ab der Distanz aber als das deutlich stärkere Pferd. Navajo Storm musste sich zuletzt noch mächtig strecken, um den von Hardy Höltger aufgebotenen Riesenaußenseiter Coolfighter für Platz zwei knapp auf Distanz zu halten.

Der Sieger Polish Vulcano (148:10) absolvierte sein Jahresdebut, war im Herbst letzten Jahres einmal am Start, ohne Chancen anzumelden. Nun steuert der Lomitas-Sohn die Derby-Route an. Sein Betreuer Hans-Jürgen Gröschel: ‚Wir versuchen über ein Listenrennen Kurs auf das Deutsche Derby zu nehmen.‘

Nächste Renntage

Galopprennen in Deutschland
So., 26.07.München, Bad Harzburg
Fr., 31.07.Zweibrücken
Sa., 01.08.Köln
So., 02.08.Dresden, Düsseldorf
Sa., 08.08.Krefeld
So., 09.08.Hoppegarten, Cuxhaven
Galopprennen in Frankreich
So., 26.07.Le Touquet, La Teste
Mo., 27.07.Vittel, Clairefontaine
Di., 28.07.Compiegne
Mi., 29.07.Mont de Marsan
Do., 30.07.Vichy, Dieppe
Fr., 31.07.Senonnes, Dax