Der Frankfurter Renn-Klub, an der Spitze Vizepräsident Carl-Philip zu Solms-Wildenfels, kämpft weiter verbissen um den Erhalt der Rennbahn Niederrad. Auf dem jetzigen Gelände will der Deutsche Fußballbund (DFB) sein neues Leistungszentrum errichten. Für die Galopper wäre dann in der Mainmetropole kein Platz mehr.
Aufgeben war für den Renn-Klub nie eine Option, vielmehr errang man zuletzt immer wieder Teilerfolge. Mitte Mai kam dann sogar die Meldung, dass die Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) und Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) wegen Untreue in einem besonders schweren Fall ermittelt. Die beiden „Akademie-Motoren“ sollen dem DFB das Grundstück für den Bau des Prestige-Objekts der Kicker zu einem Spottpreis sowie ohne Ausschreibung und ohne Rückversicherung der EU aus Brüssel angedient haben. Die Verantwortlichen des Renn-Klubs hatten Ende Februar Anzeige erstattet. Laut BILD soll die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen bestätigt haben.
Jetzt keimt bei den Unterstützern der Rennbahn weitere Hoffnung auf, denn Carl-Philip zu Solms-Wildenfels ist neu im Frankfurter Stadtrat und glaubt nun mehr denn je an die Wende im Kampf um den Rennbahnerhalt. Seinen Platz im Frankfurter Magistrat hat er der Kooperation der AfD mit den Bürgern für Frankfurt (BFF) zu verdanken. Schon lange hatte man laut „fr-online.de“ diese Zusammenarbeit forciert. Carl-Philip zu Solms-Wildenfels kandierte auf der BFF-Liste für das Stadtparlament und wurde als ehrenamtlicher Stadtrat mit Stimmen von BFF und AfD in den Magistrat gewählt. „Jetzt müssen sie mit uns reden“, sagt er gegenüber „fr-online.de“. Er meint damit, dass der DFB gemeinsam mit der Stadt über das Rennbahngelände in Verhandlungen treten muss. Am Ende soll die Rettung der Rennbahn stehen.
Die Situation in Frankfurt ist derzeit aber alles andere als übersichtlich. Renn-Klub und Kommune sind aktuell in neun Prozesse verwickelt und Wirtschafts- und Sportdezernent Markus Frank macht den Verantwortlichen des Renn-Klubs nach wie vor kaum Hoffnungen. „Wir sind für Gespräche immer offen“, sagt er, „aber die Position der Stadt hat sich nicht verändert.“ Frank erinnert in diesem Zusammenhang an „zahlreiche Gespräche“ und die Tatsache, dass der frühere Mitbesitzer der Rennbahn, Manfred Hellwig, mit rund drei Millionen Euro abgefunden wurde. Aber – und das zeigten die vergangenen Monate – das letzte Wort ist in Frankfurt auch nach den neuesten Entwicklungen noch nicht gesprochen.













