Münchener Saisonauftakt mit den Derbyfavoriten

Jetzt geht es endlich auch wieder auf Deutschlands südlichster Rennbahn, in München, zur Sache. Am Sonntag öffnen sich die Tore zum Riemer Aufgalopp, der acht Rennen umfasst, wobei die erste Prüfung bereits um 13.20 Uhr stattfindet. Im vergangenen Jahr beendete Lennart Hammer-Hansen nach über 1.000 Erfolgen im Rennsattel seine Jockey-Laufbahn und begann Anfang des Jahres mit Nuri Özdogan als Geschäftspartner eine neue Karriere als Trainer im Rennstall N07 in Iffezheim. Anfang Februar auf der Dortmunder Sandbahn konnte der Däne einen Einstand nach Maß feiern, als Turf Club Badens Paper Moon mit sechs Längen die Konkurrenz pulverisierte.

Sechs Wochen später behielt „Lenny“ weiter seine „weiße Weste“, als Paper Moon mit anspruchsvollem Gewicht auch im Ausgleich III in Wambel bestehen konnte. Am Sonntag in Riem erfolgt nun Auftritt Nummer drei für den Areion-Sohn und seinen Trainer, und das zum ersten Male auf Gras. Interessanterweise war der lange Zeit für das Austrian Derby vorgesehene Paper Moon auch am 1. Mai vergangenen Jahres in München am Start gewesene und zugleich der letzte Ritt von Lennart Hammer-Hansen, der für ihn allerdings relativ unglücklich mit einer Verletzung endete.

Das interessanteste Rennen wird aber wohl das dritte Rennen sein, das man wirklich nicht verpassen darf. Denn hier gibt kein Geringerer als der von Paul Harley trainierte Shimrano sein Saisondebüt. Der Monsun-Sohn aus Brümmerhofer Zucht, der von seiner Zuchtstätte an australische Besitzer verkauft wurde, aber zumindest bis zum Derby in Deutschland bleiben wird, machte bei seinem Neun-Längen-Sieg über Iraklion Ende Oktober auf seiner Heimatbahn viel Eindruck. Diese Performance sicherte dem Hengst einen Platz ganz weit vorne im Derby-Wettmarkt, bei Racebets.com wird er aktuell sogar als Favorit für das Hamburger Dreijährigen-Spektakel geführt. Unter Paul Harleys Neffen Martin Harley startet Shimrano am Sonntag gegen fünf Gegner in einer 2200-Meter-Prüfung in die Saison. Und diese haben es in sich, denn bis auf den Schlenderhaner Mastermind haben alle ebenfalls eine Nennung für das Derby.

Von den bereits gelaufenen Pferden steht Christian von der Reckes Eastsite One, Dritter des Münchener Auktionsrennens und Halbbruder des Gruppesiegers und letztjährigen Derby-Vierten Eric, über dem Höny-Hofer Mister Universum, denn der Schützling von Waldemar Hickst schaffte es bei zwei Starts noch nicht in die Dreierwette. Noch interessanter als die beiden Genannten sind aber wohl die beiden Debütanten, denn dem Fährhofer Quasillo aus dem in großartiger Form agierenden Wöhler-Stall aus Ravensberg eilt ein sehr guter Ruf voraus. In der Hierarchie bei den Dreijährigen steht der Fuchshengst weit oben. Kein Wunder, denn als Sea The Stars-Sohn aus der Quetena ist der Fährhofer natürlich hochnobel gezogen, mit Querari brachte seine Mutter bereits einen Gruppesieger. Ebenfalls Gutes hat man aber auch schon vom Ammerländer Aigual gehört. Der Halbbruder der 93-Kilo-Stute Aigrette Garzette gibt auf der Heimatbahn seines Besitzers Dietrich von Boetticher sein Debüt. Er gilt im Asterblüte-Stall von Peter Schiergen zumindest als Nr. 1 bei den Ammerländern.

 

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