Mrs Snow und Co. gegen Dreij?hrige und ein DW-Jackpot

Im Frankfurter Hauptereignis am Donnerstag zu wetten, kann sich richtig lohnen, denn es gibt einen Dreierwetten-Jackpot. Dieser beläuft sich auf 7241,05 Euro (in der Sport-Welt-Ausgabe fehlt der Hinweis zu dem Jackpot über dem Rennen). Doch diese wollen hart erarbeitet werden, denn das Rennen gestaltet sich sehr, sehr offen. Denn wieder einmal treffen dreijährige Stuten auf ihre älteren Geschlechtsgenossinnen.

Wolfgang Fröhlich ist seit vielen Jahren ein engagierter Freund des Galopprennsports, was er nicht zuletzt dadurch zum Ausdruck bringt, dass er seit langem dem Kreis der Besitzer angehört. Und das mit gutem bis sehr gutem Erfolg. Eines der Pferde, die ihm derzeit viel Freude bereiten ist die dreijährige Hashbrown, die von Christian Sprengel in Hannover trainiert wird und ihre Zugehörigkeit zur Spitzengruppe der gleichaltrigen Stuten hinlänglich bewiesen hat.

Als letzter Beleg dafür darf der vierte Platz im Akdov-Stutenpreis von Düsseldorf dienen, den 87. German 1000 Guineas. Gewonnen wurde dieses Rennen am Grafenberg von der wie entfesselt laufenden Mi Emma, hinter der Mystic Lips als Zweite die Ziellinie passierte.

„Schon in den 1000 Guineas hätte Hashbrown bei Mystic Lips sein können, hätte sie einen besseren Rennverlauf gehabt, denn der war an jenem Tag alles andere als gelungen, sogar ausgesprochen schlecht. Bei ihr handelt es sich um eine wirklich gute Stute, die allerdings bei fast allen Starts im Vorfeld unterschätzt wurde und dann die Skeptiker eines Besseren belehrt hat.

Ein absolut gutes Pferd, gegen das es die älteren Stuten nicht leicht haben werden. Unter ihren dreijährigen Gegnerinnen rechne ich zudem mit der Schlenderhanerin Sybilia, die mit Sicherheit in Tritt sein wird, denn sonst würde sie nicht aufgeboten werden. Ihr könnte zudem der Frankfurter Kurs entgegen kommen“, so der Trainer, der mit seinem überschaubaren Aufgebot immer wieder für feine Erfolge im In- und Ausland sorgt.

„Wir treten in jedem Fall zuversichtlich die Reise nach Niederrad an, haben auch keine Angst vor einer Laeya Star, die bei allen Begegnungen mit Hashbrown hinter unserer Stute blieb. Jean-Pierre Carvalho reitet sie, ein Mann, mit dem ich in den vergangenen Wochen so gute Erfahrungen gemacht habe“, ergänzt der Hannoveraner, der nach eigenen Angaben bereits fünfzehn Kilos abgenommen hat, seitdem er konsequent seinem neuen Hobby Nordic Walking frönt.

Fitness ist aber auch vonnöten, denn er bewältigt am Wochenende ein strammes Programm. Wobei im Falle eines Erfolges von Hashbrown, deren Trainingsgefährte Aquamarin zur gleichen Zeit in Longchamp unter dem Franzosen Alexis Badel startet, die Siegfeier nur kurz ausfallen wird. Er macht sich nämlich noch in der Nacht auf in Richtung Frankreich, wo am Freitag in Compiegne der Start von Lord Areion ansteht. Danach heißt es sich aufmachen zur Samstag-Veranstaltung in Dresden, um vierundzwanzig Stunden später auf der Heimatbahn vertreten zu sein.

Vierzehn Stuten – sechs dreijährige nehmen den Kampf auf gegen acht ältere – sorgen dafür, dass der Frankfurter Hausherr ein hervorragendes Feld für sein mit 50.000 Euro dotiertes Rennen bekommen hat. Die Prüfung, die auch die Unterstützung der Volksbank Frankfurt erfährt und als zweiten Titel Großer Preis der Volksbank Frankfurt führt, ist bekanntermaßen Deutschlands bestdotiertes Listen-Rennen, was auch das Interesse außerhalb Deutschlands fand, denn Sir mark Prescott schickt Flor Y Nata an den Main.

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