Moonee Valley ist entschuldigt

Die Aqlaam-Tochter Moonee Valley ist die am höchsten eingeschätzte deutsche Stute des Jahrgangs 2012. Und sie ist der Mumm ihres Trainers Mario Hofer für die Stuten-Klassiker 2015.

Und nicht etwa die deutschen Klassiker German 1000 Guineas und Henkel Preis der Diana jeweils in Düsseldorf sollten die Ziele der Klasse-Zweijährigen der vergangenen Saison sein, sondern Poule d’Essai de Pouliches in Longchamp und Prix de Diane in Chantilly wurden von Mario Hofer als anspruchsvolle Wunsch-Ziele im Februar anläßlich der Sport-Welt-Stallparade für seine Klasse-Lady definiert.

Da durfte man der Dreijährigen aus dem Besitz von Cocheese Bloodstock am letzten Sonntag in Longchamp im Poule-Trial Prix de la Grotte (Gr.III) durchaus Endkampf-Chancen zutrauen. Doch Moonee Valley landete nach einer komplett ausdruckslosen Vorstellung auf einem enttäuschenden vorletzten Platz. Eine Leistung, die so einfach nicht stimmen konnte, daher hakte GaloppOnline nach.

„Als wir Moonee Valley sattelten, hatten wir das Malheur sofort bemerkt. Unsere Stute war stock rossig. Aber was sollten wir machen, so kurz vor dem Start, zumal es Stuten gibt, die diese Tatsache nicht am schnell Laufen hindert. Die Vorstellung von Moonee Valley bewies aber, dass sie durch die Rosse definitiv gehandicapt war und daher völlig ausdruckslos lief“, teilte Mario Hofer gegenüber GaloppOnline mit. Und was sind nun die weiteren Pläne mit Moonee Valley, wollten wir von dem Krefelder Trainer wissen.

„Die Besitzer haben mir freie Hand gelassen. Falls mir Moonee Valley in der Arbeit gefällt und ich Mumm haben sollte, dann startet sie in der Gruppe I Poule de Pouliches. Ansonsten würden wir mit ihr erst einmal kleinere Ziele ansteuern“, gab Mario Hofer zu verstehen, dass er die Hoffnung auf den französischen Stuten-Klassiker über die Meile noch nicht begraben hat.

Ein kleines „Schmankerl“, wie der Österreicher sagt, brachte Mario Hofer übrigens noch mit zurück von seinem ärgerlichen Trip nach Paris: „Da ich Andre Fabre gut kenne habe ich ihn gefragt, wieso er einen Hindernis-Jockey im Prix de la Grotte engagiert habe? Vincent Cheminaud sei zwar Zweiter in der Hindernis-Statistik, aber in Flachrennen nun einmal eine unbekannte Größe, ob Mexican Gold besonders schwierig sei? Er meinte, dass er den 21 jährigen schon länger beobachtet habe zumal er mit dessen Vater gut befreundet sei, und er sei überzeugt, dass der junge Franzose ein Riesen-Talent ist. Einfach toll dieser Trainer, was der sich traut und auch noch Recht hatte, wenn man sich den Ritt auf der Siegerin anschaut“.

 

 

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