Das Championat bei den Hindernistrainern ist für ihn kein Neuland mehr. Aber auf der Flachen war Mario Hofer (Foto) bislang noch nicht Titelträger. Doch wer die Entwicklung seines Stalles in den vergangenen Jahren erlebt hat, der weiß, dass auch dieses Ziel realistisch ist.
Mit Siebenmeilenstiefeln marschiert er aktuell an der Spitze der Trainer-Statistik, hat bereits 21 Rennen allein in Deutschland gewonnen. In zahlreichen Top-Ereignissen in diesen Wochen ist er gleich mit mehreren Kandidaten vertreten. Da macht auch Hannover an Sonntag keine Ausnahme.
Höhepunkt der ansprechenden Neun-Rennen-Karte ist der Große Preis der SEB Bank, ein mit 20.000 Euro ausgestattetes Listenrennen über die Distanz von 2000 Metern. Eine gute verdienstmöglichkeit für vierjährige und ältere Stuten, von denen Hofer einige in seinen Reihen hat.
Zwei bietet er hier auf – Diamantwelle (Christian Czachary), die sich beim Saisondebut in Mailand ordentlich schlug, und River Melody (Jozef Bojko), die sicherlich nicht an ihrem etwas schwächeren Saisondebut zu messen ist.
Peter Schiergen, Titelverteidiger und Hofers härtester Widersacher im Championatskampf, vertraut auf Gestüt Bonas Mascara (Filip Minarik), die ein ziemlich durchwachsenes Jahr 2005 vergessen machen will.
Bereits Kondition besitzen die Schimmelstute Golden Rose (Rastislav Juracek), die in München den Sieg in einer etwas leichteren Aufgabe schon vor Augen hatte, sowie die Ammerländerin Love The Tiger (Adrie de Vries), die in Riem vor ihr landete. Zwischen diesen beiden Ladies scheint nicht viel zu liegen.
Vielleicht benötigen Daytona (Marc Timpelan) und Koffibini (Eugen Frank), die auf Listen-Ebene durchaus schon eine gute Figur abgegeben haben, den Start noch. Ähnlich wie Mascara ist Novarra (Wladimir Panov) 2005 nicht viel gelungen, doch auch bei ihr sollte man die starken Zweijährigen-Formen nicht vergessen. Sie hat vor einer Woche ein Engagement in Düsseldorf ausgelassen, stellt sich nun erstmals für Trainer Uwe Stoltefuß vor. Smart Move (Alexander Pietsch) dürfte vorerst noch zu den Außenseiterinnen zählen.
Vielleicht kann The Spring Flower nur eine Woche nach dem Triumph mit Lolita in den 1000 Guineas das Team Andreas Helfenbein/Andreas Löwe erneut ins Rampenlicht bringen.
Auch im Rahmenprogramm stecken viele interessante Details. So gibt es erstmals seit Jahren wieder ein Hürdenrennen. Etwas ungewöhnlich ist das Management mit dem dreijährigen Samum-Bruder Schiaparelli, mit dem Peter Schiergen auf dem Weg Richtung Blaues Band nun den Ausgleich II ansteuert. Nach dem Eindruck des Debuts dürfte der Fuchs hier eine ganz scharfe Klinge schlagen.











