Lucky Strike (Foto), wie sein regelmäßiger Jockey Adrie de Vries gerne als „fliegender Holländer“ bezeichnet, ist eines der Pferde mit dem höchsten Bekanntheitsgrad auf den hiesigen Rennbahnen. Während ansonsten immer wieder Starts kommen und gehen, ist der inzwischen schon neunjährige Wallach aus dem Kölner Stall von Andreas Trybuhl seit vielen Rennzeiten einer der besten Sprinter des Landes.
In dieser Saison blühte der Petong-Sohn wieder so richtig auf, kämpfte sich im Iffezheimer Benazet-Rennen (US-Landbanking-Cup) nach Hause.
Eigentlich wollte man anschließend mit ihm zum wiederholten Male die Lotto-Trophy in Hamburg ansteuern, doch die Bodenverhältnisse vereitelten einen Auftritt des Stars in der Hansestadt.
Gut erholt stellt sich Lucky Strike nun am Sonntag in Köln vor, wo er etliche seiner bislang 18 Erfolge eingefahren hat. Sage und schreibe 442.147 Euro galoppierte der Crack bislang ein.
Gut möglich, dass in der Oppenheim Pramerica Silberne Peitsche (Gruppe II, 50.000 Euro, 1300 m) nun die Siegbörse von 32.000 Euro hinzukommt.
Im Lager der Älteren sind vor allem der wiedererstarkte Key to Pleasure (Andreas Suborics), der das erwähnte Hamburger Rennen gewann und wieder ganz der Alte zu sein scheint, sowie Georg Baron von Ullmanns Toylsome (Jiri Palik) die stärksten Konkurrenten. Dieser landete gerade auf seiner Lieblingsbahn München einen weiteren Coup.
Der Fährhofer Santiago Atitlan (Eduardo Pedroza), der speedstarke Diable (Pascal van DeKeere) und die Stute Slade (William Mongil) komplettieren die Garde der arrivierten Spezialisten.
Gefährlich wirkt vor allem die groß eingeschlagene Import-Stute Bahama Mama (Wladimir Panov), die bei ihrem jüngsten Listensieg in Hannover so ungemein imponierte und sich für die Disqualifikations-Niederlage in Iffezheim schadlos hielt. „Bahama Mama ist gut drauf, trifft aber auch auf starke Gegner. In Deutschland wird sie nun erstmals gegen die Hengste antreten“, erklärt Trainer Waldemar Hickst.
In Baden ging der Treffer im Lanson-Cup am Grünen Tisch an Mood Music (Andrasch Starke), der zwar nicht das Vertrauen von Mario Hofers Stalljockey Andreas Suborics fand, aber den Jockey der „Big Points“ der vergangenen Wochen im Sattel hat. Auch Smokejumper (Henk Grewe), der in Dresden in erster Linie an der zu kurzen Distanz scheiterte, darf man nicht auslassen.
Bei Lucky It Is (Andreas Boschert), einem Stallgefährten von Lucky Strike, sollte man sich an die tolle Vorstellung im Preis des Winterfavoriten 2006 erinnern. Allerdings war beim späten Saisondebut noch nicht viel von dem Hengst zu sehen.
An einem großen Tag ist das heimliche Highlight allerdings eines der beiden mit 20.000 Euro ausgestatteten Listenrennen. Denn im Ittlingen-Pokal gibt es eine Auseinandersetzung zwischen absoluten Krachern geben.
Peter Schiergen sattelt den ehemaligen Dubai-Helden Quijano (wurde nachgenannt, Andrasch Starke) und den Derby-Favoriten Eiswind (Andreas Suborics). „Wir wissen nicht, was mit Quijano in Vichy los war. Zurück in Köln hat er sich gleich wieder von bester seite gezeigt. Nun hoffen wir, dass er vor der Haustür eine andere Vorstellung geben kann“, signalisiert Schiergen. „Eiswind hat seinen Derbystart gut verkraftet, wird nun zeigen, ob der eingeschlagene Weg der richtige ist.“
Denn Andreas Wöhler schickt den Paolini-Bruder Prinz (Eduardo Pedroza) an den Ablauf, der zuletzt im Grand Prix de Paris an einem sehr unglücklichen Rennverlauf scheiterte.
Im Oppenheim-Rennen kommt es auf Listen-Ebene zu vielversprechenden Duellen von Top-Zweijährigen wie Every Day oder Goose Bay. Und dann wären da auch noch zwei hochkarätige Araberrennen, darunter der mit 15.000 Euro ausgestattete Al Maktoum – Preis von Europa, die das Programm der insgesamt zehn Rennen im Weidenpescher Park bereichern. Man kann sich an einem eigens einegsrichteten Stand sogar original-arabische Henna-Tattoos machen lassen.











