Mit Blickrichtung Hamburg: Hoffnungstr?ger in M?lheim

Nicht nur hinter vorgehaltener Hand gilt der gleichermaßen von Andreas Wöhler vorbereitete Paolini-Bruder Prinz als Hoffnung für das BMW Deutsche Derby 2007. Dabei hat er erst einmal Rennluft geschnuppert, dabei aber im in einem Maidenrennen im vergangenen Jahr in Köln in sicherlich nicht schlechter Gesellschaft einen starken Eindruck hinterlassen.

Glaubt man dem Ravensberg-Coach, dann nimmt Prinz in der stallinternen Einschätzung eine führende Rolle ein, und gerade Wöhler kann beim Derby-Jahrgang aus dem Vollen schöpfen wie zu den Glanzzeiten eines Lomitas.

Am Dienstag, dem Maifeiertag, liegt es in Mülheim nun an dem Hoffnungsträger, dem großen Ruf auch gerecht zu werden und sich für Hamburg zu qualifizieren. Im Derby-Trial, das erstmals unter dem Patronat des Rennstalles Gestüt Hachtsee (u.a. Besitzer des Top-Stehers Le Miracle) gelaufen wird, gibt der Hengst sein mit Spannung erwartetes Saisondebut.

Die Vorgaben sind nicht gering, steht in der Siegerliste des mit 20.000 Euro ausgestatteten Listenrennens über 2200 Meter, doch mit Shirocco im Jahr 2004 ein späterer Horn-Triumphator. Anschließend setzten sich mit Alpacco und N´oubliez jamais ebenfalls zwei später noch gut bewährte Pferde durch.

Geschenkt wird dem von Andreas Boschert (Foto) zu reitenden Prinz (Stalljockey Eduardo Pedroza steuert am selben Nachmittag Shrek im Frankfurter Grupperennen) wohl nichts. Aus dem eigenen Stall ist der Ravensberger Waldvogel (Norman Richter) ein interessanter Konkurrent, der bei seinem letztjährigen Erfolg in Frankfurt mit Champus und Axxos zwei versprechende Altersgefährten bezwang.

In dem achtköpfigen Feld findet man noch einige weitere potenzielle Trümpfe. Wie den Fuchshengst Adlerflug, der die Farben des Gestüts Schlenderhan trägt und den in der Quadrath-Bergheimer Zuchtstätte beschäftigten Jiri Palik (auch hier weilt Stalljockey Terry Hellier in Frankfurt, reitet Allanit im Metzlerpreis) im Sattel hat.

Mit gewaltigem Speed schnappte der In the Wings-Sohn zuletzt in Bremen auf dieser Distanz noch zu. Erst vor wenigen Tagen sicherte sich mit Aviso ein Trainingsgefährte eine bessere Dreijährigen-Prüfung in Frankreich, da sollte auch Adlerflug eine tragende Rolle am Raffelberg spielen.

Mit Almano (Andreas Helfenbein), Auenritter (Pascal Jonathan Werning) und Weltträumer (Adrie de Vries) sind weitere frische Sieger in ihrem Können kaum schon voll erkannt.

Bei seinem Mülheimer Erfolg ließ Weltträumer auch Fighting Johan hinter sich, den Hans-Albert Blume mit Alexander Pietsch in die Partie schickt.

Gegen den späteren Frankreich-Sieger Aviso zu verlieren war für den Ittlinger First Stream sicherlich keine Schande. Den von Andreas Suborics zu reitende Lomitas-Sohn darf man ebenfalls nicht auslassen.

Acht Prüfungen umfasst die Feiertagskarte am Raffelberg, darunter mit der sechsten Prüfung auch die „Wettchance des Tages“. Hier winkt in der Viererwette ein Jackpot in Höhe von 10.779,72 Euro.

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