‚MIss-Wahl‘ in Krefeld: Die Hoffnungstr?gerin kehrt zur?ck

In bärenstarker Manier gewann die Monsun-Tochter Miss Europa (Foto) aus dem Stall von Peter Schiergen 2009 eines der bestbesetzten Dreijährigenrennen, die keinen Listen- oder Gruppe-Status besaßen, in 2009. Toughness Danon, Egon und Eliot belegten die Plätze, die im Derby später auf den Rängen drei, neun und vier einkamen. Man entschloss sich, mit Miss Europa nach Hoppegarten zu fahren. Das Diana-Trial wurde avisiert.

Die halbe Gerade herunter beharkte sich die Hellwig-Lady mit Bolivia, doch mehr als sicher eroberte Andrasch Starke mit ihr noch einen Vorteil, der zum ersten Gruppe-Treffer ausreichte. Die Beobachter wirkten begeistert, viele Langzeitwetten auf den Diana-Sieg wurden getätigt. Doch dann kam in Hamburg bei der Derby-Woche ein kleiner Rückschlag.

Im Preis der Jungheinrich Gabelstapler galt Miss Europa erneut als heiße Favoritin. An der Außenseite tauchte sie im Schlussbogen auch zunächst in bester Haltung in der Nähe der Pilotin Night Magic auf. Doch im Finish war früh abzusehen, dass die Konkurrentin aus München besser gehen würde. Platz zwei war schließlich das Ergebnis.

Aber inzwischen weiß man, welche Klasse Stall Salzburgs Vertreterin besitzt, avancierte sie doch zur „Galopperin des Jahres 2009“. Doch die Diana-Pläne wurden schnell zunichte, als sich Miss Europa eine Fissur zuzog, die die Schiergen-Hoffnung außer Gefecht setzte. Das Rennjahr war gelaufen.

Doch am Sonntag meldet sich die Monsun-Tochter endlich wieder zurück, gibt ihr mit Spannung erwartetes Comeback. Im Krefelder Stutenpreis, einem mit 20.000 Euro dotierten Listenrennen über die Distanz von 2200 Metern im Stadtwald, dürfte sie unter Andrasch Starke gleich als Favoritin antreten.

Die Konkurrenz muss sich sicherlich warm anziehen, um eine „Miss-Wahl“ zur Siegerin zu verhindern. Aus England reist mit Deportment eine interessante Lady an. Trainer S.C.Williams vertraut auf die Barathea-Stute, die zuletzt Vierte in einem Listenrennen wurde. Ihr Jockey William Carson sicherte sich 38 Prüfungen bei 322 Engagements im Vorjahr und ist ein Enkel des legendären Willie Carson.

Christian von der Recke hat Lunduv (Andreas Helfenbein), die zuletzt aber Dritte auf Listen-Level war, im Rennen. Andreas Wöhler vertraut auf die Wittekindshoferin Near Galante (traf es 2009 im Preis der Diana deutlich schwerer an), für die mit Terry Hellier der Jockey der Stunde gebucht wurde, und Terre Neuve (listenplatziert und nun Jahresdebütantin), auf der Steffi Hofer die Chance auf einen Top-Treffer erhält.

Night of Magic (Henk Grewe) aus dem Iffezheimer Stall von Horst Steinmetz war bereits klassische Oaks d´Italia-Siegerin, doch blieb die Bestätigung noch aus. Persefona (Pascal Jonathan Werning) sicherte sich für den Stall Litex ein Listenrennen in Hannover, sie alle bleiben zu beachten. Hoppegarten-Eigner Gerhard Schöningh baut auf die bislang in England stationierte Doggerbank (Eugen Frank), die in ihrer früheren Heimat immerhin schon zwei Treffer landete.

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